Heute wollten wir mal wieder ausschlafen und haben den Wecker auf 7.30 Uhr gestellt. Wir waren aber bereits um 07.00 Uhr wach und
standen eben auf. Nach der Dusche frühstückten wir gemütlich und räumten ein letztes Mal unsere Sachen in Biff. Den Cabinschlüssel mussten wir in den Briefkasten werfen, da das Büro noch nicht
geöffnet hatte.
Karin übernahm für den Morgen das Steuer und fuhr auf den Parkplatz vom Australia Zoo. Jep genau Australia Zoo. Dort wo wir gestern
bereits waren… Uns hat es dermassen angegurkt, dass wir DIE grosse Show verpasst haben, dass wir uns entschieden haben, dies heute nachzuholen. Wir haben aber in einem Prospekt gelesen, dass es
auch so 2-Tages-Pässe gibt. Da wir gestern nur den Tageseintritt gelöst hatten, wussten wir nicht, ob wir heute den 2-Tages-Pass noch lösen können, oder ob wir wieder den vollen Preis bezahlen
müssen. Wir gingen also mit der Quittung von gestern zur Kasse und fragten nach, ob wir noch das Upgrade zum 2-Tages-Pass lösen können. Die Frau an der Kasse war heute wohl gut gelaunt und hat
uns zum Glück das Upgrade gegeben. Eigentlich hätten wir bis gestern um 15.00 Uhr das Upgrade machen müssen. Vielen Dank also!!! Wir bezahlten die 28$ pro Person und konnten nun wieder in den Zoo
hinein.
Als erstes gingen wir wieder zu den Echsen. Diese konnten wir gestern gar nicht richtig geniessen, da wir soooo den Anschiss hatten
wegen der Show. Heute konnten wir die Echsen viel entspannter ansehen. Da es aber noch früh war, waren diese natürlich noch am pennen. Ganz im Gegensatz zu den Asiatischen Ottern. Diese waren
bereits sehr damit beschäftigt, miteinander zu spielen. Im Wasser zu zweit, an Land zu dritt. Der Dritte war wohl Wasserscheu:-) .
Was nun? Für die Elefantenfütterung war es noch zu früh, für die Show war es noch zur früh… Also ab zu den Kängurus. Die haben nach der
langen Nacht bestimmt Hunger. Zuerst mussten wir aber noch Münz machen, denn wir hatten keine 2$-Müntze mehr. Wir gingen in den Shop und wollten Münz machen, als uns die Angestellte sagte, dass
sie hier auch Futter verkaufen. OK, her mit dem Säckchen. Nun steuerten wir direkt das Kängurugehege an. Als wir eintraten, sahen wir genau ein Känguru, welches dem Pfleger zuschaute, wie er den
Park putzt. Schliesslich muss auch die Arbeit des Zoo-Personals kontrolliert werden. Wir gingen nun über die kleine Brücke und dort war der grosse Teil der Jacks. Die meisten natürlich noch am
schlafen. Aber zwei hatten schon ein kleines Hüngerchen. Diese haben von uns dann auch etwas bekommen. Thömu begab sich auf Augenhöhe vom ersten Jack und der frass genüsslich aus der Hand. Der
zweite Jack merkte das und hüpfte auch zu den beiden. Thömus Hand war zum Glück genug gross für beide Mäuler. Selbstverständlich durfte auch Karin die Futterstation spielen und nahm das Futter in
die Hand. Auch bei ihr hatten beide Mäuler in der Hand Platz.
Wir gingen ein Stück weiter und landeten bei den Männchen. Diese waren noch alle am liegen bis auf einen. Der bekam von uns auch das
Futter. Liegend gibt’s nix!! Einer lag cool auf dem Weg und Thömu legte sich zu ihm. Als Thömu wieder aufstand, lag unser grosses Objektiv auf dem Weg und Jack streckte und drehte sich gerade in
diesem Moment und begrub unser Objektiv unter sich. Super was jetzt. Jack schläft wieder und wir wollen unser Objektiv wieder. Wir entschuldigten uns bei ihm und schoben das Känguru halt zur
Seite. Ihm passte das überhaupt nicht und stand auf. Dann hat ihn irgendetwas erschreckt und er hüpfte davon. Sorry Mate!
Jetzt war es aber höchste Zeit das Gehege zu verlassen und in die Nähe des Einganges zu gehen. Denn um 10.30 Uhr war die
Elefantenfütterung. Auf dem Platz waren bereits sehr viele Leute, welche für die Fütterung anstanden. Wir dachten, neeeeee da stehen wir nicht an, geht bestimmt ewigs. Deshalb begaben wir uns ein
wenig in den Hintergrund. Eine Pflegerin verzapfte da noch irgendwelches Zeugs und auf einmal kamen die drei Elefantendamen angetrampelt. Sie stellten sich auf ihr Plätzchen und streckten bereits
den Rüssel aus. Sie wussten genau, was jetzt abgeht. Die Fütterung begann und jeder der anstand, durfte den Elefanten etwas geben. Wir schauten dem treiben ein Weilchen zu und gingen etwas näher
heran, um bessere Fotos von den Elefanten zu machen. Auf einmal merkte Thömu, dass bei der Elefantendame Siam fast niemand mehr anstand. Es juckte ihn gewaltig und deshalb drückte er Karin den
Föteler in die Hand und begab sich in die Reihe. Nach wenigen Minuten kam er dran und stand vor der grossen Dame und streckte die Hand aus. Da Siam nicht heikel ist, von wem sie das Futter
bekommt, hat sie sich auch das Rüebli aus Thömus Hand geholt. Er kam mit einem breiten Grinsen und einer nassen Hand (Schnuddernase von Siam) zu Karin und sie konnte sich jetzt den Repekt vor
Siam doch auch noch überwinden. Also ab in die kleine Reihe, Melone fassen und danach stand Karin vor Siam hin. Siam hatte noch nicht genug und streckte den Rüssel nach der Melone in Karins Hand
aus. Es fühlt sich rau und nass an. Wir warfen noch ein 5$-Nötli in den Pott und bekamen als Dank ein Elefantenschlüsselanhänger. Jööö :-).
Jetzt war es bereits 10.40 Uhr und wir begaben uns langsam aber sicher zum Crocoseum. Dort findet DIE grosse Show statt. Thömu
entschied sich für die rechte Seite der Tribüne. Sie sei vom Licht her besser zum fotografieren :-). Wir nahmen an der Sonne Platz (am Schatten war es heute bei Biese ziemlich frisch) warteten
bis die Show begann. Auf der Tribüne liefen die Angestellten noch mit kleinen Tieren herum. Wir beobachteten kurz das Geschehen um uns und als wir merkten, dass jemand vor uns durchlaufen wollte,
machten wir ein wenig Platz und drehten unsere Köpfe wieder in die grade Position und sahen einer kleinen Schlage direkt ins Gesicht. Huch! Um Punkt 11.00 Uhr begann die Show. Wie es sich für
Aussis gehört, wurde zuerst etwas Stimmung gemacht und danach hatten die drei Elefantendamen noch einen Auftritt. Sie zeigten sich noch einmal dem Publikum und gingen danach wieder zurück in ihr
Gehege. Danach kamen noch mehr Leute mit Schlagen, diesmal mit grösseren. Zum Glück kamen die nicht auf die Tribüne. Der eine ging mit seiner Phyton ins Wasserbecken und lies sein Tier schwimmen.
Er schwamm ihr danach hinterher und verschwand Backstage.
Dann war der Auftritt der Vogelwelt. Zuerst schwirrten uns 2 Papageie um die Ohren, danach kamen noch Kakadus und noch die kleinen
Papageie, welche wir auf Magnetic Island mit Honig gefüttert hatten. Was für ein Gezwitscher im Stadion :-). Als Bouquet der Vogelshow kam noch ein gigantisches Exemplar geflogen. Wir waren so am
staunen, dass wir doch glatt verpasst haben, was das für ein Vogel ist. Thömu meinte, dass es ein Kormoran sei. Die Spannweite dieses Vogels war bestimmt um die 2.5 – 3 Meter. Also wirklich ein
unglaublich grosser Vogel. Wir haben vorher noch nie so etwas gesehen…
Nun kamen wir zum Höhepunkt der Show, den Krokodilen. Ein Krokodil kam im Wasser geschwommen und zwei Pfleger liefen dem Kroki voraus.
Der Pfleger erzählte wieder viel über das Krokodil und löckte es zuerst mit einem Fisch aus dem Wasser. Das Kroko nahm einen Satz aus dem Wasser und bekam den Fisch in den Mund geworfen. Als
zweites bekam es eine Wurst. Auch für dieses Guddi, musste Herr oder Frau Kroki zuerst aus dem Wasser kommen und sich danach strecken. Als drittes wurde ihm wieder ein Fisch serviert. Dafür
musste er sich aber sehr lang machen. Denn da stand der Pfleger auf einem Podium und das Kroki streckte sich direkt aus dem Wasser. Und als letztes gab es noch ein ganzes, gerupftes Huhn. Danach
war die Show zu Ende und die Zuschauer verliessen das Crocoseum. Es war eine super Show und es hat sich gelohnt, heute nochmals hin zu gehen.
Nun wollten wir sehen, ob die Fotos, welche beim Elefantenfüttern gemacht wurden, bereits aufgehängt wurden. Dem war leider nicht so.
Wir wollten aber sehen, wie unsere Fotos waren und beschlossen, zuerst einen Kaffee trinken zu gehen. Wir gingen einen Stock höher und bestellten uns im Foodcourt 2 Cappuccinos und einen
Schoggimuffin. Danach gingen wir wieder runter und sahen unsere Fotos hängen. Wir nahmen sie aus dem Gestell und beschlossen gleich, diese auf eine CD brennen zu lassen. Wir gingen also zum
Fotoschalter und fragten gleich noch nach, ob es möglich wäre, die Fotos vom Koala göimelen von gestern auch noch gerade drauf zu brennen. Dies war kein Problem (sie fanden uns auch ohne
Referenznummer) und wir wurden gebeten, in 30 Minuten nochmals wieder zukommen. Super. Wenn wir das gewusst hätten, hätten wir den Kaffeehalt erst jetzt gemacht. Janu. Es gibt ja viel zu sehen in
diesem Zoo. Wir gingen zum Koalagehege und schauten den beiden zu, welche gerade mit streiten beschäftigt waren. Grosser Koala gegen kleinen Koala. Gewonnen hat – kleiner Koala!!!! Nebenan war
gerade ein grosses Krokodil mit offenem Mund am schlafen. Es war nicht einmal einen Meter weit von uns entfernt.
Da nicht gerade viele Leute im Park waren, dachten wir, dass die CD bestimmt nicht 30 Minuten hat, bis sie fertig gebrannt ist und so
gingen wir kurz darauf wieder zum Fotoschalter. Juhuu unsere CD war bereits fertig und nun konnten wir weiter. Schliesslich stand noch Diverses auf dem Programm. Wir gingen zum Ausgang, wo es
noch kurz eine Fotosession mit der Zinn-Familie Irwin gab. Danach setzten wir uns wieder in unseren Biff und steuerten den Lookout der Glasshouse Montains an. Die Glasshouse Mountains sind so
Felszacken in der absolut flachen Landschaft. Als Captain Cook diese vom Meer aus sah, wie sie in der Sonne schimmerten, nennte er sie eben Glasshouse Mountains. Am Lookout gab es kurz ein paar
Fotos und nun übernahm Thömu das Steuer um die letzten paar Kilometer bis zu unserem Endziel Brisbane zu fahren. Über die Autobahn ging es auf direktem Weg zu unserem Hotel Ibis. Franzi lotste
uns gekonnt und ohne Fehler. Unterwegs tankten wir noch Biff voll, denn wir müssen ihn ja voll wieder abgeben.
Im Hotel kamen wir gegen 14.15 Uhr an und checkten ein. Die Hudärä hinter der Rezeption fertigte uns ab und plauderte derweilen lieber
mit der Kollegin. Wir wussten zum Teil nicht, ob sie nun mit uns oder mit der Kollegin spracht. Wir stellten unsere ganzen Sachen in unser Zimmer in 4. Stock und machten uns anschliessend direkt
auf den Weg zur SpaceShip-Filiale. Franzi hatte in der Stadt etwas Mühe mit dem Empfang und es ging eine Weile, bis er uns gefunden hat. Wir bogen ein letztes Mal mit unserem Biff ab und
parkierten ihn vor dem Garagentor der SpaceShip-Filiale. Danach schauten wir noch einmal (war etwa das 1'000 mal) nach, ob wir nicht noch etwas vergessen hatten und ob das Sackmesser von Thömu
doch nicht noch irgendwo ist. Es war nichts mehr von uns drin, auch nicht das Sackmesser, und somit schlossen wir Biff ein letztes Mal ab. Nun kam die Abgabe von Biff dran. Der Typ nahm die
Schlüssel und kontrollierte, ob alles in Ordnung sei. Natürlich war alles in Ordnung. Wir trugen Sorge zu unserem Biff! Wir gaben Biff mit nun 228’293km ab. Der Typ zeigte uns noch, wie wir am
besten wieder zurück in die Stadt kamen. Wir waren doch ca. 4km ausserhalb des Stadtzentrums. Mit dem Taxi wollten wir nicht, mit dem Bus wollten wir nicht, latschen wollten wir sicher auch nicht
und somit viel unsere Wahl auf die Fähre. Wir verabschiedeten uns von Biff und liefen ca. 10 Minuten bis zur Fährenstation, wo wir in ein kleines Boot stiegen, welches die Passagiere auf die
andere Seite des Brisbane Rivers brachte. Als wir so im kleinen Boot sassen, sahen wir am Himmel ein Singapore Airlines Flugi. Das war gegen 14.40 Uhr. Da wurde uns bewusst, dass wir nur noch 24
Stunden in Australien sind :-(. Das kleine Bootli setzte sich in Bewegung und brachte uns auf die andere Seite. Dort mussten wir ca. 3 Minuten auf die grosse Fähre warten, welche und nun Richtung
Zentrum brachte. Wir genossen die Fahrt und hatten so auch gerade die Skyline von Brisbane gesehen. Nach 45 Minuten Fähre fahren, stiegen wir am North Quai aus. Das Wetter war schön aber sehr
windig und mit 18°C doch etwas frisch. Bevor wir nun die Souvenirläden unsicher machen wollten, gingen wir zurück ins Hotel und zogen uns wärmere Kleider an. Dies war auch der Zeitpunkt, die
Australische Flip Flop-Saison zu beenden. Seit Cairns haben wir diese Dinger immer angehabt, egal wie kalt es war.
Wir schlenderten nun los Richtung Fussgängerzone. Dort hatte es viele Läden und auch viele mit Souvenirs. Hier haben wir noch das ein
oder andere Souvenir und Mitbringsel gefunden. Um 18.00 Uhr waren die meisten Läden geschlossen und unsere Suche nach einem Restaurant begann. War gar nicht so einfach, hat es hier meistens
Fastfoodbuden oder Foodcourts. Wir fanden aber trotzdem eine Beiz. Im Café Mondial nahmen wir draussen unter den Wärmestrahler Platz und bestellten uns ein Kräuterbrot als Vorspeise. Thömu hatte
heute Lust auf ein gutes Stück Fleisch und bestellte sich ein Fillet Mignon mit Kartoffelstock und Salat, was er natürlich nicht wusste, und für Karin gab es heute Sizzling Fajitas. Karin fand
ihr Essen äusserst lecker, aber Thömu mochte sein Fleisch und den Salat nicht so rühmen. Wie es sich für die Familie Ryf gehört, schlossen wir auch dieses Mahl mit einem Espresso ab. Leider hat
Karin heute das Kaffeerähmli im Hotel vergessen und darum musste sie ihren Espresso schwarz trinken. Kommt halt davon, wenn man keine Milch dazu bestellt :-).
Nach dem Bezahlen gönnten wir uns an unserem letzen Abend in Australien noch einen Schlummertrunk. Wir gingen in die Bar auf der
anderen Strassenseite und bestellten uns Sex on the Beach. Heute war noch ein abartig wichtiges Football-Spiel und alle liefen in violetten Trikots herum. Das Spiel wurde natürlich im TV
übertragen. Es spielte Queensland gegen New South Wales. Das muss so etwas wie EM in Australien sein, wenn da ein Staat gegen einen anderer spielt. Wir schauten dem Spiel gespannt zu und kamen
hinten und vorne nicht draus, um was es da im Spiel überhaupt geht. Warum haben die Spieler den „Ball“ immer in der Hand? Warum werfen die Spieler den Ball immer zum Mitspieler zurück und nie
nach vorne? Warum rennen die immer ineinander? Warum behält die Mannschaft den Ball, wenn sie am Boden liegt? Warum werden die Punkte so komisch verteilt? Warum ist das Tor so hoch? Warum hat das
Tor kein Netzt? Und warum ist der Ball hier nicht rund? All diese Fragen werden wir wohl Zuhause noch herausfinden müssen.
Als wir unsere Cocktails ausgetrunken hatten, machten wir uns wieder auf den Weg zurück zum Hotel. Wir fragten an der Rezeption noch
nach, wann die Checkout-Time ist (die Hudärä am Nachmittag wollte uns das nicht sagen) und wie man am besten und schnellsten zum Flughafen kommt. Der nette Herr sagte uns, dass die Checkout-Time
um 11.00 Uhr sei, er bot uns an, diese bis um 12.00 Uhr zu verlängern. Da wir morgen sowieso um Mittag herum am Flughafen sein mussten, kam uns das gerade recht und wir verlängerten unsere
Checkout-Time auf 12.00 Uhr. So müssen wir keine Lösung fürs Gepäck suchen.
Danach gingen wir hoch in unser Zimmer und liessen zum ersten Mal in unseren 2-monatigen Honeymoons
den Fernseher an. Schliesslich wollten wir wissen, wer das Spiel gewinnt. Dazu schrieben wir noch den Blog und packten unsere Taschen neu. Übrigens Queensland hat das Footballspiel
gewonnen.