Tag 44: Freitag, 13. Mai 2011 – Im Auge von Yasi
Wir stellten den Wecker heute Morgen auf 8.00 Uhr. Gut haben wir geschlafen. Die Sonne brannte schon an die Vorhänge unseres Zimmers.
Da das Frühstück nicht inklusive war, mampften wir wieder einmal selber im Hotelzimmer. Dann packten wir wiederum unsere Sachen zusammen und checkten aus.
Nach dem auschecken gingen wir noch an den Strand. Mission Beach ist eigentlich bekannt für die schönen Sandstrände. So schön ist es da aber im Moment eigentlich nicht. Zerfetzte Palmen säumten den Strand. Das ganze sah eher traurig aus. Also blieben wir nicht mehr lange, stiegen ins Auto und verliessen Mission Beach nach einem kurzen Stopp im Woolworth. Gedecktes parken ist hier nur noch in Gedanken möglich, immerhin steht die Metallkonstruktion noch, auch der Benzinpreis kann nicht mehr angeschrieben werden. Durch den ehemaligen Regenwald ging es Richtung Highway.
Plötzlich trat Karin auf die Bremse, sie hatte einen Helmkasuare gesehen. Wir gaben ein Wenden zum Besten und fuhren vorsichtig zurück. Und siehe da im Gebüsch am Strassenrand stolzierte immer noch dieser Cassowary herum. Diese flugunfähigen Vögel sind vom aussterben bedroht, hatten wir also Glück diesen komischen Vogel zu sehen.
Nach ein paar Fotos fuhren wir weiter. Die Landschaft ist bis tief ins Landesinnere von den Schäden des Zyklons Yasi geprägt. Bis hoch auf die Berge hinauf sah man kahle Bäume und überall zerfetzte Palmen und zum Teil auch provisorisch geflickte Hausdächer.
Nun wollten wir uns noch die Murray Falls anschauen. Franzi kennte diese nicht und Wegweiser hatte es auch nirgends, diese waren wohl vom Winde verweht. Also entging uns dieser Wasserfall. Der Gipfel unserer Zyklon-Katastrophentour war das Dorf Cardwell. Hier ist der Zyklon wohl mit voller Kraft an Land gestossen. Von Strand kann keine Rede sein und überall stehen da noch kaputte Häuser. Also liessen wir den Kaffee-Stopp aus und fuhren schläunigst südwärts. Die Zyklon-Schneise ist etwa 150km breit und reicht von Innisfail fast bis Ingham. Zu sehen, was Yasi da angerichtet hatte, drückte uns aufs Gemüt.
Wir waren froh, als die Bäume am Strassenrand wieder mehr Laub hatten und die Palmen auch nicht mehr so zerzaust aussahen. Als nächstes fuhren wir zu den Jourama Falls. Um zu diesen zu gelangen mussten wir noch über eine kurze nichtasphaltierte Strasse und zweimal durch den Bach fahren. Beides dürften wir glaub nicht mit unserem Biff…. :-o
Beim dortigen Campingplatz setzten wir uns zuerst mal hin und assen unser Zmittag. Thömu nahm wie immer ein Sandwich und für Karin gab es zur Abwechslung mal einen Salat. Zum Dessert verspiesen wir unseren Wassermelonen-Schnitz, welcher sehr lecker war.
Zum Dessert machten wir uns noch zu Fuss auf den Weg zum eigentlichen Jourama Fall. Der erste Kilometer ging ziemlich flach. Dann ging es die letzten 500m noch ziemlich steil den Hang hinauf. Dann sah man die schöne Wasserfalltreppe mit schönen Pools.
Zurück beim Auto übernahm Thömu das Steuer und dann fuhren wir zurück auf den Highway. Auf diesem bretterten wir südwärts. Kurz vor Townsville machten wir mal einen Abstecher an den Strand. Dieser Strand war aber alles andere als schön. Wohl nicht von irgendwelchen Unwettern zerstört, aber einfach nicht wirklich ein schöner Ort…
Also wieder ins Auto und nach Townsville. Dort steuerten wir das Comfort-Inn an, welches wir um 16.30 Uhr im Feierabendverkehr erreichten. Wir bekamen auch noch ein Zimmer. Das erhoffte Internet fehlte auch hier… Wir liessen uns dann erklären, wo man einkaufen uns essen kann. Mit einkaufen war nichts, alle Geschäfte in der Haupteinkaufsstrasse schliessen jeweils um 17.00 Uhr!!! Halloooo?? Um 10.30 Uhr öffnen, damit man um 17.00 Uhr wieder schliessen kann…
Immerhin waren die Restaurants in der Palmer Street geöffnet. Zuerst klapperten wir mal die Strasse ab und dann setzten wir uns ins Restaurant Outback Jacks.
Thömu nahm ein XXXX-Gold Bier und Karin eine Limonade. Zum Vorspeise genossen wir ein Knoblibrot und dann gabs zum Hauptgang für Karin ein Vegiburger und für Thömu ein Fillet Mignon.
Karins Burger war tiptop, aber Thömu’s Fillet war geschmacklich nicht ganz so nach seinem Geschmack.
Nach dem Essen besprachen wir noch unsere Pläne für die nächsten Tage und genossen dann noch ein Espressöli. Bis die ganze Zahlerei abgewickelt war, verstrichen sage und schreibe 25 Minuten!!! Immerhin wurde uns noch gesagt, wo das nächste Internet-Café ist.
Dieses Internet-Café hatten wir auf dem Weg zu den Restaurants auch schon gesehen und suchten wir nun auf. Für 45 Minuten Internet mussten wir 5$ bezahlen. Eine 5$-Note hatten wir nicht, also Kreditkarte, mit dieser wären es sage und schreibe 7$ gewesen.
Also zur Hotelrezeption des Internet-Cafés und dort eine 10er-Note wechseln.
Im Internet buchten wir uns dann gleich 3 Nächte Magnetic Island und die Fähre, welche uns morgen dorthin bringen wird. Gut ist das nun gemacht, sonst hätten wir morgen viel Zeit mit Suchen eines Buchungsbüros verlauert…
Dann gingen wir zurück ins Hotel und dort musste wieder mal Blog geschrieben werden.