Tag 54: Montag, 23. Mai 2011 – Der Tag, an dem nichts so lief wie es sollte

Veröffentlicht auf von Karin & Thomas

Heute wurden wir vom Wecker bereits um 07.00 Uhr aus dem Schlaf geholt. Duschen und Frühstücken war angesagt. Danach räumten wir unseren Bazar zusammen und verfrachteten alles in unseren Biff. Nun wollten wir Hervey Bay noch bei Tageslicht sehen und fuhren zum Meer runter. Dort parkierten wir unser Auto und gingen zum Strand. Dort waren wir nicht mal eine ganze Minute, denn speziell ist dieser Strand dort nicht wirklich.

 

Bevor unsere Reise weitergehen konnte, musste Biff noch vollgetankt werden. Thömu hatte gestern, als wir mit dem Car unterwegs waren, eine günstige Tankstelle gesehen. Nach ein paar Minuten haben wir die Woolworth-Tankstelle auch wieder gefunden. Und das ohne Navi!!! An dieser Tankstelle war der Most 1.41 und mit dem Gutschein, welchen wir mal bekommen haben, bekamen wir noch 4cents Rabatt :-). Karin ging derweilen in den Woolworth, um noch Wasser, Jogurt und Brot zu kaufen und ging mit einem 50$-Schein hinein. In dieser Filiale hatte es sogenannte „Self-Checkouts“, was Karin doch prompt machte. Da scannt man den Einkauf selber ein und stopft das Geld in den Automaten.

 

Nun konnte unsere Fahrt losgehen. Karin übernahm das Zepter und wir fuhren nach Tin Can Bay. Im Reiseführer stand, dass dort am Vormittag Delfine beobachtet werden könnten. Das wollten wir natürlich sehen. Als wir dort um ca. 11.00 Uhr ankamen, haben wir vom Restaurant vernommen, dass die Delfine meistens um 8.00 Uhr vorbei kommen und später nicht mehr. Schade, die Delfine hätten wir gerne gesehen. Denn dort kommen sie wirklich direkt ans Ufer und man könnte diese auch Füttern. Da wir halt zu spät waren, tranken wir im Restaurant einen Cappuccino. Als die Tassen leer waren, ging unsere Fahrt auf der Hauptstrasse weiter. Es war sehr mühsam zum fahren, da all paar Kilometer eine Baustelle kam und wir so nicht wirklich schnell vorwärts kamen.

 

Aber auch mit diesen vielen Baustellen, erreichten wir unseren nächsten Zwischenhalt – Rainbow Beach. Dort hat es farbige Sandklippen. Im Reiseführer war auch nicht so viel über den Rainbow Beach beschreiben und schlecht angeschrieben war es auch. Wir fuhren nun also auf einen Parkplatz beim Strand vorne und wussten nicht so recht, ob wir am richtigen Ort waren. Wir irrten ein wenig herum und als es uns zu blöd wurde, suchten wir die Tourist Information auf. Die nette Dame beschrieb uns den Weg zur Sehenswürdigkeit. Sie schickte uns wieder zu dem Parkplatz, wo wir bereits waren und dann sollten wir am Strand nach gehen und nach etwa 1 km wären wir dort. Wir stiegen nun also wieder in unser Auto und fuhren bereits zum 3. Mal auf diesen Parkplatz! Guten Tag, wir sind es wieder :-). Wir gingen zum Strand runter und watschelten los. Die Flut war gerade am abklingen und wir waren teilweise voll vom Wasser umgeben. Nach einem 1 km waren wir dort und sahen eine grosse Sanddüne, wo viele verschiedenen Farbtöne hatte. Sa cool aus, aber wir haben es uns ein wenig anders vorgestellt. Thömu wollte noch unbedingt ein Foto machen mit der 40 km/h-Tafel dort. Denn auch dieser Strand ist eine Strasse. Wir schlenderten nun gemütlich zurück und sahen am Strandeingang bereits Auto stehen. Da die Flut noch nicht abgeklungen war, mussten diese halt noch etwas warten, bevor sie den Strand runterbrettern können… Nun war es bereits nach Mittag und wir mampften dort noch ein Sandwich und unsere Grapefruit. Zum Glück picknickten wir auf einem gedeckten Platz, denn es begann leicht an zu nieseln.

 

Nun übernahm Thömu das Kommando, aber nur die Fahrt – ansonsten ist Karin weiterhin der Boss – het sie ämu z gfüu… (Anmerkung der Redaktion). Wie es sich in einer Ehe gehört! :-) Es war sehr mühsam zum fahren, da wir ein Tram nach dem andern vor uns hatten, heute ist wohl ein Slow-Down-Tag, oder so, immer 10 oder 20km/h weniger fahren als erlaubt… Aber wir erreichten unseren nächsten Zwischenhalt Noosa trotzdem. Wir hatten hier, wie auch bereits in Cairns, wieder das Vergnügen um x-Kreisel herum zu fahren. Nun was ist speziell an Noosa? Dort soll es einen Parkplatz geben, bei dem sich überall in den Bäumen Koalas aufhalten sollen. Wir stellen unser Auto also auf diesem Parkplatz ab und scannten die Bäume nach Koalas ab. Leider fanden wir absolut keinen und für einen grösseren Rundgang durch den Nationalpark waren wir bereits zu spät dran. Wir waren ja noch nicht an unserem Tagesziel… Enttäuscht stiegen wir wieder in unser Auto und fuhren ins Dörfchen zurück. Bei einem Kreisel war eine ganz herzige Verkehrstafel (Koala und Känguru), welche noch abgelichtet werden musste. Danach schlürften wir wieder einmal einen Cappuccino und beobachteten das Geschehen auf der Strasse.

 

Nun war es aber höchste Zeit, unser Tagesziel Alexandra Headland anzusteuern. Wir gaben den dortigen Campingplatz Franzi ein und der lotste uns souverän dorthin. Es war eine ganz gefürchige Fahrt von Noosa nach Alexandra Healand. Es war bereits am eindunkeln und der Himmel Richtung Süden war brandschwarz… uffff! Bald einmal kamen wir in die Zone wo sich die Schleusen des Himmels geöffent haben und es regnete in Strömen. Super – dunkel, Regen und das Licht von unserem Toyota, welches die Strasse eher schlecht als recht beleuchtet. Aber Thömu fuhr uns sicher auf den Campingplatz. Wir fanden den Campingplatz prompt und checkten ein. Unser Plan war einen Stellplatz für Biff zu nehmen. Da es aber in Strömen regnete, blitze und donnerte, entschieden wir uns für ein Cabin. Wir parkierten unser Auto und nun musste es schnell gehen mit ausladen. Sonnst würde alles nass werden. Karin öffnete bereits das Cabin und Thömu gab ihr unseren Bazar über den Gartenzaun hinein ins Cabin.

 

Nachdem alles eingeräumt war, machten wir uns auf den Weg, um etwas zu Essen. Damit wir nicht das ganze Dorf absuchen mussten, fragten wir die Dame im Campingbüro, wo wir hier etwas mampfen können. Sie empfahl uns das Alex Supporter Surf Club. Wir gingen durch die Glastüre und fanden uns an einer Rezeption wieder. Wir fragten, wo hier die Beiz ist und die Frau hinter der Rezeption, wollte zuerst unsere ID’s sehen!?! Thömu zückte diese hervor und Karin dachte, sie wolle eh nur wissen, wie dieser Mann heisst ;-). Aber nein, es ging ihr nicht darum, zu sehen, wie man(n) heisst, sondern fragte danach Karin, ob sie bereits 18-jährig sei und verlangte auch von ihr die ID… Wir mussten noch unsern Namen und die Adresse in ein Buch schreiben und bekamen einen Art Mitgliederausweis vom Sunshine Coast Surf Supporters Club. Häääää? Für was dieses Theater? Wir wollten doch nur etwas Znacht… Wir gingen danach die Treppe hoch und nun machte es bei uns auch Klick! Wir landeten in einem kleinen Casino mit Restaurant und Bar. Heute gab es für Karin das Chicken Thai Curry und Thömu entschied sich für das Monday Special - Paniertes Pouletschnitzel mit Pommes. Dazu trank Karin eine Pink Limonade und Thömu konnte hier doch noch das Original Bundaberg Rum & Cola trinken. In dieser Beiz haben wir mal supergünstig und sehr fein gegessen. Thömus Schnitzel kostete $ 11.95 und Karins Curry $ 18.00. Thömus Bundaberg-Cola war fast gleich teuer, wie sein Essen :-). Natürlich schlossen wir auch dieses Essen mit dem obligaten Espresso ab. Hier mussten wir alles am Tresen bestellen gehen und beim Espresso bekamen wir einen Pager. Sobald der losgeht, ist unser Getränk abholbereit.

 

Mittlerweile hatte es aufgehört zu regnen und wir fuhren wieder zurück auf den Campingplatz. Dort verbrachten wir den Abend mit Blog schreiben, lesen und Prospekte studieren. Dann waren wir gegen 22.00 Uhr bereit fürs Bett und der Regen war auch wieder zurück…

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