Tag 45: Samstag, 14. Mai 2011 – an den Stränden von Magnetic Island
Allzu früh mussten wir heute nicht aus den Federn. Also stellten wir den Wecker auf 8.00 Uhr. Wir waren aber schon etwas vorher wach. Wir frühstückten im Zimmer, dummerweise ging uns das Brot aus, also gab es nur Kelloggs mit Milch. Aber auch so wurden wir satt.
Dann packten wir unseren Ramsch zusammen, versorgten das Zeugs im SpaceShip und checkten aus. Der Castle Hill, Townsvilles Hausberg stand auf dem Programm. Da dort eine Strasse rauf führt und wir sowieso nicht so viel Zeit hatten, machten wir dies natürlich per Auto. Unterwegs sahen wir noch und noch sportliche Leute, welche diesen 284m hohe Berg zu Fuss bestiegen. Oben genossen wir die schöne Aussicht in alle Richtungen, vor allem natürlich zu heutigen Tagesziel, Magnetic Island.
Nach der Aussicht hatten wir immer noch genügend Zeit und fuhren noch an die Strandpromenade „The Strand“. An diesem Samstagmorgen war auch hier in den Cafés die Hölle los. Wir bekamen aber auch noch einen Platz, um einen Cappuccino zu schlürfen. Die Lieferzeit ging aber länger als geplant und als wir um 10.20 Uhr dann doch noch bezahlt hatten, gingen wir zum Auto. Der Strand von Townsville war zwar schön zum schauen, aber baden war auch hier ausserhalb der Quallennetze verboten.
Mit dem Auto liessen wir uns vom Navi zur Fähre Richtung Magnetic Island führen und gerieten in Zeitnot und landeten tatsächlich in einer Sackgasse. Also fuhren wir nach den örtlichen Wegweisern und landeten am Passagierterminal eines anderen Anbieters. Super! Auf der anderen Kanalseite sahen wir aber das Logo unseres Anbieters. Also irgendwie übers Wasser. Dies gelang uns ziemlich schnell und wir erreichten unseren Fährterminal und konnten noch rechtzeitig einchecken. Huff, das war ein bisschen Nervenkitzel…
Mit unserem SpaceShip konnten wir nach kurzer Wartezeit auf die Fähre fahren. Für einmal MUSSTEN wir für den Verlad beide im Auto bleiben (so bezahlt man nur fürs Auto). Die 10.45 Uhr-Fähre startete fast pünktlich. Die Überfahrt war ganz schön und ruhig. Man sah schön auf Townsville und Magnetic Island.
Nelly Bay, auf Magnetic Island, erreichten wir nach 45 Minuten (8km Seeweg). Per Navi wollten wir uns zu unserem All Seasons Hotel führen lassen. Auch hier versagte Franzi. Wir fuhren nochmals Richtung Fährterminal zurück und nahmen einen neuen Anlauf mit Wegweisern und prompt fanden wir unser Hotel.
Wir checkten ein und die Dame an der Rezeption gratulierte uns noch zum Hochzeit und erklärte, dass sie uns geupgradet habe und wir noch eine Früchteschale im Zimmer fänden (haben gestern bei der Buchung noch vermerkt, dass wir auf Honeymoon sind). Wir hätten ein Familienzimmer, statt ein normales Doppelzimmer. Dankend nahmen wir das Angebot an und liessen uns sonst noch das Eine oder Andere erklären.
Wir bezogen unsere kleine Wohnung mit Wohnstube, Küche, Bad und einen Schlafzimmer. Das ganze sieht ganz in Ordnung aus, zwar nicht mehr das allerneuste, aber für uns reicht das.
Nach der Zimmererkundung stiegen wir wieder ins Auto und steuerten zuerst den Supermarkt an, um etwas zum Zmittag zu kaufen. Dann wollten wir Alma Bay ansteuern, welches nur 4km entfernt sein soll. Da Alma Bay aber schon nach etwa 2km folgte, verpassten wir dies und gelangten nach der kurvenreichen Fahrt über die relativ enge Strasse, nach 7km, schon nach Horseshoe Bay, das Strassenende. Ist ja wurst.
Wir parkierten das Auto und gingen zum Strand, wo wir unser Zmittag, etwas Brotiges mit Käse und Speck und dann noch ein Jogurt verspiesen. Dannach machten wir es uns am Strand gemütlich und lasen ein bisschen. So der absolute Hammer war dieser Strand aber nicht, baden konnte man da auch nur im Quallenschutznetz und das Meer hatte gerade Ebbe, somit war das Wasser im Schutznetz nur gerade knietief.
Gegen 15.00 Uhr packten wir unser Badetuch zusammen und fuhren zurück Richtung Alma Bay – wir versuchten es nochmals. Und diesmal gelang es uns am richtigen Ort zu stoppen und das Auto zu parkieren.
Wir gingen zum kleinen aber schönen Strand. Der Alma Beach ist vielleicht etwa 100m breit und umgeben von grossen Felsblöcken. Am schönen Strand hatte es keine Quallennetze, die Leute badeten aber trotzdem im Meer. Nirgends war eine Stinger-Warnung (Quallen) zu sehen. Also ab in die Badehosen und ab ins Meer. Die Wassertemperatur war mit 23°C angeschrieben, es war aber sicherlich wärmer. Wir waren nämlich eine ganze Weile im Wasser und genossen es, endlich einmal im Meer baden zu können!
Als wir mit schon aufgeweichter Haut aus dem Wasser kamen, war die Luft schon fast kühler als das Wasser. Wir liessen uns noch ein bisschen antrocknen, bis die Sonne hinter den Bäumen verschwand.
Dann fuhren wir zurück ins Hotel. Thömu sprang noch kurz in den Hotelpool, während Karin bereits eine Dusche nahm. Nachdem auch Thömu geduscht hatte, gönnten wir uns draussen noch ein paar Feigen.
Etwas nach 17.00 Uhr gingen wir zur Bar und bestellten uns zwei Drinks (Sex on the Beach). Dann begann die Vogelfütterung. Jeden Abend werden in diesem Hotel die Vögel gefüttert. Für die Papageienvögel, welche wir schon in Sydney gesehen hatten, gab es Honig und die grösseren Kaliber wurden mit Fleisch angelöckt. Da war ein putziger Vogel mit braun-blauem Gefieder Namens Kookaburra und dann noch der Adler, welcher das Fleisch entweder in rasantem Flug vom Geländer schnappte oder es sogar in der Luft schnappte. Aufs Bild brachte man den Adler auch mit Schnellfeuer nicht, morgen nochmals probieren… Besonders der Adler war sehr imposant!
Das Nachtessen nahmen wir ebenfalls im Hotel. Karin nahm Barramundi mit Gemüse und Thömu das Chicken mit Gemüse. Das Znacht war also sehr lecker. In unserem 25$-Angebot war auch noch das Dessert inklusive, etwas wie Merinque und Fruchtsalat.
Zum Schluss wurde uns noch ein Kokus-Baileys offeriert. Aufs Espresso mussten wir wegen eines Kaffee-Maschinen-Defekts verzichten, nahmen wir eben einen Filterkafi.
Dann gingen wir ins Zimmer, konnten uns aber nicht wie erhofft für die 15 Minuten gratis ins Internet einloggen. Auch das Nachfragen in der Beiz brachte nicht, da die Dame von der Rezeption schon verschwunden war. Eh ausooo…
So wurde halt noch der Blog geschrieben und dann etwas Internetguthaben gekauft, Internetbanking erledigt und dann Tschüss…