Tag 27: Dienstag, 26. April 2011 – Auf ins Outback

Veröffentlicht auf von Karin & Thomas

Heute hatten wir strenges Programm vor uns, also stellten wir den Wecker auch entsprechend auf 6.45 Uhr. Wir standen dann mal auf und konnten Punkt 7.00 Uhr den Sonnenaufgang von unserem Hotelzimmer aus bewundern. Wir packten unsere Sachen zusammen und machten uns auf zum Frühstück.

Heute mussten wir komischerweise unsere Zimmernummer angeben. Doch nichts mit gratis?? Wir schlugen beim Frühstück nochmals eifrig zu. Dann putzten wir noch die Zähne und nahmen unser Bagage zur Hand. Karin lud das Auto und Thömu checkte aus. Heute wurde das Frühstück berechnet und zwar ziemlich happig mit 25$ pro Person. Da wir dafür aber zwei Frühstücke bekommen hatten, ist das ja nicht so schlimm. :-)

 

Nun gings los. Wir fuhren mit unserem Ford zur Apollo-Vermietung. Dort wurden die Formalitäten ausgefüllt und anschliessend zeigte uns der nette Angestellte, den ganzen Camper (sind bei einer Autovermietung noch nie so gut bedient worden). Wir haben einen Toyota Hilux 3.0l Diesel 4x4 mit einem Camperaufbau gebucht und auch erhalten. Das Auto selber ist nichts spezielles, etwas ein Traktor. Immerhin kann man hier über USB das iPhone anschliessen, sonst hat es in der Fahrzeugkabine (ausser der Klimaanlage) wenig Komfort. Im Camperaufbau ist eigentlich alles zu finden, was man braucht: Einen Kühlschrank, der auch ab der 2. Batterie (wie auch das Licht) funktioniert. Eine Heizung/Klimaanlage und Stromsteckdosen, welche aber nur funktionieren, wenn wir den Camper an Stromnetz anschliessen. Dann könnten wir drinnen mit Sprit kochen, einen Abwaschtrog hat es und auch Kochgeschirr. Ein Tischli, sowie Sitzgelegenheiten (darunter Gepäckablage) gibt es natürlich auch. Fürs schlafen muss zuerst eine Holzplatte ausgezogen werden und die Matratze auseinandergeklappt werden. Dann haben wir also ein Bett 1.80x2.00m! Stehen kann man im Camper auch, wenn man das Dach „hochfährt“. Fürs Kochen hat es draussen einen herausklappbaren Gaskochherd. Wasser- und Dieselkanister können ebenfalls in der Seitenwand verstaut werden.

 

Das Gepäck luden wir schon mal um und legten es einfach im Camper auf den Boden. Dann fuhr Thömu mit dem Camper voraus, Karin mit dem Ford Focus hinterher. Ziel: Hertz Autovermietung. Thömu hatte so seine liebe Mühe mit dem Blinker, welcher auf der anderen Seite als im Ford angebracht ist (im Ford ist der Blinker wie bei uns angeordnet, im Toyota auf Fensterseite…). So wurde halt eben mehr gescheibenwischert als geblinkt.

Mit etwas Mühe erreichten wir die Hertz-Autovermietung doch noch und mit 20 Minuten Verspätung. Wir hätten den Ferrari um 10.00 Uhr abgeben müssen. Dies wurde aber geduldet und nichts am Auto bemangelt.

 

Also fütterten wir unser Franzi mit Ziel Hawker. Dieses Dorf befindet sich kurz vor den Flinders Rangers. Wir fuhren los und liessen Adelaide bald hinter uns. Es machte sich schon etwas wie Outback bemerkbar. Weite Flächen, dürre Landschaft und viele Roadtrains, welche uns entgegenkamen. Da mussten wir das Steuerrad besonders gut festhalten.

 

Den nächsten Halt machten wir in Port Pirie, welches wir nach über 200km erreichten. Wir mussten für unsere Camper-Ferien noch einkaufen. Dies machten wir im dortigen Woolworths. Wir befanden und fast eine ganze Stunde im Einkaufszentrum, bis wir alles gefunden haben, was wir brauchten. Von Wasser über Teigwaren, Fleisch, bis zum Grillzeugs landete alles im Einkaufswagen. Zu guter letzt auch noch zwei Flaschen Wein und zwei Bierchen für Thömu.

 

Langsam machte sich Hunger bemerkbar. Wir kehrten gerade im dortigen Pizza-Hut ein und bestellten Pizzas. Diese verspeisten wir draussen an der Wärme.

Für die Weiterfahrt übernahm nun Karin das Steuer. Auch hier wurde zuerst gescheibenwischert statt geblinkt. Als nächstes hielten wir noch an der Tankstelle. Nochmals volltanken und die Reservekanister füllen war angesagt. Ein netter Lastwagenchauffeur gab uns noch Camping-Tipps, leider geht unsere Route nicht dort durch.

 

Also, weiter nordwärts. Es war schon etwas nach 15.00 Uhr und wir hatten noch fast 200km vor uns. Über den Highway fuhren wir Nordwärts. Auf der Ostseite sahen wir die ersten Ausläufer der Flinders Rangers Gebirgszüge, welche sich schön in der Abendsonne zeigten.

 

Unterwegs sahen wir massenhaft Polizeiautos. Bei Port Augusta verliessen wir dann den Highway und bogen auf die Strasse B83 Richtung Flinders Ranges ab. Jetzt wurde es also sehr hügelig und kurvig. Immer wieder kreuzten wir eine Bahnstrecke. Diese und die Strasse führten durch ein wildromantisches Tal. Viel grüner als zwischen Adelaide und Port Pirie war es hier übrigens auch. Unterwegs erblickten wir noch unsere erste Schlange – sie lag tot am Strassenrand…

 

Nach einem langen Gredu erreichten wir um 17.30 Uhr dann doch noch Hawker. Am Campingplatz mieteten wir uns einen Standplatz. Wir parkierten unseren Camper und nun mussten wir als erstes Mal aufräumen. Wir hatten fast nicht für die gesamten Einkäufe Platz. Irgendwie gelang es uns aber dann doch noch, alles zu verstauen.

 

Draussen vor dem Camper genossen wir noch den schönen, sternenklaren Abend. Es wurde aber rasch ziemlich frisch. Dennoch blieben wir noch einen Moment lang draussen. Den Morgigen Tag planten wir noch und der Blog wollte auch noch geschrieben werden.

 

Dann gingen wir mal rein und versuchten ein erstes Mal im Camper zu schlafen.

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