Tag 25: Ostern, 24. April 2011 – Kangaroo Island, wie es im Buche steht

Veröffentlicht auf von Karin & Thomas

Schon der zweite und letzte Tag auf Kangaroo Island, da wollten wir noch etwas sehen! Also machte sich der Wecker bereits um 7.00 Uhr bemerkbar. Wir waren zwar schon wach, da es im Cabin wieder einmal ziemlich frisch wurde. Draussen viel das Thermometer auf 10 Grad. Heizung hat das Cabin schon, diese ist aber so laut, dass man sie unmöglich über Nacht laufen lassen kann…

 

Also aufstehen, im kalten Badezimmer eine Dusche nehmen und dann frühstücken. Heute wieder drinnen, draussen war es noch gar kalt. Dann packten wir unser Auto. Wir sahen noch jede Menge Kängurus, welche in der Nähe von unserem Cabin herumhüpften und grasten.

 

Nach dem Auschecken fuhren wir Richtung Flinders Chase National Park. Dieser war nicht weit entfernt. Da musste man natürlich Eintritt bezahlen. Aber nein, das Visitor Center, wo der Eintritt gelöst werden musste, öffnet erst um 9.00 Uhr. Also warteten wir eben noch 10 Minuten vor den verschlossenen Türen.

 

Als der Eintritt von je 9$ gelöst war, fuhren wir Richtung Süden. Ziel Remarkable Rocks. Durch weite Flächen von kahlen Bäumen (ob abgestorben, oder von Koalas kahlgefressen, wissen wir nicht) gings durch den Park. Schon bald sahen wir die Remarkable Rocks an der Meeresküste. Das sind grosse Felsbrocken, die auf einem grossen verschliffenen Felshügel liegen, als ob sie ein Riese dort liegengelassen hätte. Wir kamen dort an und waren noch fast die Einzigen. Dies war natürlich super um schöne Fotos zu machen. Wäre wohl am Nachmittag nicht möglich, ohne irgendwelche Touris darauf zu haben. Die paar Pipos, welche schon vor uns da waren, verzogen sich bald und so hatten wir alle Felsbrocken für uns. Thömu kam kaum mehr aus dem Fötelen heraus und kam in ein Gjufel, als er eine Schaar Touris näher kommen sah. :-) Wir schlenderten um das schöne Naturphänomen herum und genossen das warme, schöne Wetter.

Als sich die nächste Horde Touris näherte, machten wir Platz und stiegen ins Auto.

 

Ziel Cape du Couedic. Zuerst gingen wir noch zum Aussichtpunkt Weirs Cove, wo man nochmals zu den Remarkable Rocks sah und auch den Leuchtturm vom Cape du Couedic. Dieser Leuchtturm war dann auch der nächste kurze Fotohalt, bevor wir bis ans Strassenende beim Admiral Arch fuhren. Dort gingen wir über einen Holzsteg zur Küste runter. Zuerst sahen wir bereits massenhaft neuseeländische Pelzrobben, welche sich im Wasser vergnügten, oder Faul auf den Felsen lagen. Den Admiral Arch sahen wir natürlich auch noch. Ein Felsbogen, welcher an der Decke Tropfsteine hatte. Durch den Bogen hatte man einen schönen Blick aufs offene Meer. Unten im Schatten hatte es wieder von diesen Robben. Wir genossen das schöne Osterwetter, die schöne Landschaft in vollen Zügen und liessen uns Zeit.

 

So kam es, dass wir erst kurz vor Mittag wieder beim Visitor Center waren. Zeit für eine Kaffeepause. Nun waren massenweise Touris da. Gut, haben wir die schönsten Sehenswürdigkeiten im Flinders Chase National Park bereits gesehen. Wir beschlossen, noch den Koala-Walk zu machen. Nicht den des Campingplatzes, sondern etwas weiter östlich.

Da mussten wir 2.50$ pro Person Eintritt bezahlen, dann gings los zum Koala-Watching. Wir schlenderten durch Baumalleen und hielten Ausschau nach den putzigen Tierchen. Das gab etwas Äckägstabi. Schon bald sahen wir die ersten Penners in den Bäumen.

Ein Koala war auf etwa 3m gemütlich am Eukalyptus essen und liess sich schön fotografieren. Der coolste Koala war aber der, welcher plötzlich wie wild herumschrie und auf sich aufmerksam machte (wir glauben auf jedenfall, dass er dies war). Er war auf einem ganz kleinen Baum und sass dort faul herum. Der Baum wankte besorgniserregend. Man konnte sich problemlos diesem Baum nähern, Mr. Koala interessierte es nicht und liess sich problemlos ablichten.

Den nächsten geilo Koala sahen wir kurz darauf. Dieser erledigte sein stinkiges Geschäft vom Baum aus. Gut standen wir nicht unter ihm… :-)

Zum Schluss konnten wir noch am Parkeingang ein Glas Honig kaufen, der Erlös, wie auch das Eintrittsgeld, gehen da in die Koalas. Ausserdem war da noch ein junges Känguru-Waisenkind. Es ist 14 Monate alt und wird von Menschenhand aufgezogen. Es lag da in einem Korb in einem Stoffbeutel und frass Chüngelifutter. Wir durften es auch noch streicheln und hätten es am liebsten mitgenommen, wie auch ein Koala. :-)

 

Die Zeit war schon fortgeschritten und wir mussten an unsere Fähre denken. Viel hatten wir auch nicht mehr abzuklappern. So fuhren wir über die nördlichere Strasse wieder Richtung Penneshaw und hielten Ausschau nach einem geeigneten Picknickplatz. Diesen fanden wir aber nicht. So fuhren wir fast durch die ganze Insel, bis wir am Brown Beach ein geeignetes Plätzchen fanden.

Gemütliches Picknick am Strand war also noch angesagt. Es war ganz schön da und dies genossen wir.

 

Nach der Pause übernahm dann Thömu das Steuer und fuhr bis zum Hafen in Penneshaw. Zuerst machten wir bei der Jugi noch einen Zwischenhalt. Gestern Abend haben wir bemerkt, dass unsere Taschenlampe nicht mitgekommen ist. Diese wollten wir uns nun zurückholen. Einmal mehr war die Rezeption geschlossen. Auf der Ablage war aber der Schlüssel unseres Zimmers deponiert (natürlich nicht mehr für uns). Also gingen wir kurzentschlossen zu unserem ehemaligen Zimmer und siehe da, im Lättliroscht des oberen Bettes steckte immer noch unsere Taschenlampe. Mitnehmen und Tschüss.

 

Am Hafen stellten wir das Auto in die Wartezone und wollten Einchecken. Zu diesem Zeitpunkt war der Schalter aber noch nicht offen und so gingen wir zur Pinguinen-Warntafel, welche ein paar Meter weiter oben am Strassenrand stand. Dann husch noch auf den Pier, um die ankommende Fähre auf die Speicherkarte zu brennen und dann konnten wir einchecken. Karin ging wieder zu Fuss an Board und Thömu parkierte kurze Zeit später das Auto im Bauch der Fähre.

Die Fähre startete um 16.30 Uhr und fuhr wieder in 45 Minuten ans Festland. Wir verbrachten die ganze Fahrt auf dem Sonnendeck und genossen die Abendsonne. Bis Cape Jervis berührte sie schon beinahe den Horizont.

 

In Cape Jervis starteten wir dann unsere letzte Tagesetappe bis nach Adelaide. Zuerst war es zum Glück noch relativ hell, als wir in Stadtnähe kamen, wurde es auch relativ finster. Navi-Franzi, welcher aus seinen Osterferien heute wieder zurückkam, führte uns problemlos bis vor die Türen unseres Hotels. Er war auch mit der Fahrt von Fahrer Thömu „absolut einverstanden“…

Wir bekamen unser gebuchtes Zimmer, bezogen dies und gingen dann in den obersten Stock, um dort im Restaurant noch etwas Warmes zu Essen. Karin nahm Poulet und für Thömu gab es einen Fisch. Es war sehr lecker, wie auch der Wein vom Barossa Valley. :-) (wir werden langsam Süfflä). Nach unserem Kaffee machte der Service scheinbar Feierabend und wir mussten zur Bar um zu bezahlen…

 

Dann gings noch ins Zimmer zum Blogschreiben und Klatschheftli lesen…

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B
<br /> Was heisst das mir wärdä no zu süffle? Dir sit scho immer süffle gsi!<br /> <br /> <br />
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