Tag 23: Karfreitag, 22. April 2011 – Auf den Spuren des Weins

Veröffentlicht auf von Karin & Thomas

Eigentlich hätten wir heute etwas länger schlafen wollen. Da es das Frühstück aber nur bis 9.00 Uhr gab, stellten wir den Wecker auf 7.30 Uhr. Wir hörten, dass es draussen in Strömen regnete. Darum liessen wir uns etwas Zeit beim Aufstehen und Frühstücken.

 

Das Frühstück in unserm Motel war sogar inklusive, da wir gestern am selben Ort das Znacht genommen haben. Es war nicht sehr berauschend, ausser Toast und ein paar Kellogg’s, hatte es nicht viel mehr. Viel mehr brauchten wir auch nicht.

Nach dem Zmorge gingen wir noch zur Internet-Station und wollten den Blog raufladen. Dieses Unternehmen scheiterte. Auf der lahmen Kiste war alles gesperrt, nicht einmal der USB-Stick konnte gelesen werden.

 

Wir packten unsere Sachen ins Auto und Karin startete zur Barossa-Valley-Tour. Mittlerweile regnete es nicht mehr und ab und zu zeigte sich die Sonne. Zuerst fuhren wir dem Tourist-Drive nach zum Mengler’s Hill Lookout. Von dort konnten wir das gesamte Barossa-Valley überblicken. Nach ein paar Fotos ging die Fahrt weiter über den Hoger, Richtung Angaston. Wir hatten etwas Mühe dem Tourist-Drive zu folgen, da er sehr schlecht ausgeschildert war. Mit Hilfe der Karte ging es mehr oder weniger gut. Wir spulten eine ganze Menge Kilometer ab, obwohl das ganze Tal nicht sehr gross ist. Wir genossen die Ausblicke über die bunt verfärbten „Rebberge“. Meistens sind es nicht Rebberge, sondern Rebfelder, da viele im Flachen, auf Feldern, angebaut sind. In Nuriootpa parkierten wir vor der grössten Winzerei des Tales, der Penfolds Wines. Im Verkaufsraum studierten wir die verschiedenen Weine, die hier zum Verkauf standen. Auf eine Degustation verzichteten wir, da es uns einfach noch zu früh war.

Bald einmal hatten wir das ganze Barossa-Valley abgefahren. Nun wollten wir in Rowland Flat das Jacob’s Creek Visitor Center besuchen. Dort könnte man Weine probieren, sich informieren und auch im Restaurant etwas essen und hiesige Weine trinken. Könnte – Am Eingangstor stand „Closed on Good Friday“. Dankeschön, dachten wir. Karfreitag scheint besonders im religiösen Barossa-Valley sehr heilig zu sein. Da haben an Sonntagen die Läden geöffnet und auf den Baustellen wir kräftig weitergeschuftet, aber am Karrfreitag hat alles zu – na ja fast alles… Der Karrfreitag muss für die Aussies sehr heilig sein.

 

Uns blieb nichts anderes übrig als Richtung Lyndoch zu fahren. Auch dieses Dorf am Ausgang des Barossa-Valley’s war wie ausgestorben. Wir parkierten dennoch unseren Wagen und gingen durchs Dorf, in der Hoffnung, etwas Essbares zu finden.

Mit dem „The Lord of Lyndoch“ wurden wir fündig. War wohl das einzige Restaurant, welches am Good Friday geöffnet hatte. Wir liessen uns im Bistro platzieren und erhielten eine vielseitige Speisekarte in die Finger gedrückt.

Wir bestellten je ein Glas Wein „The Lord Lyndoch Shiraz / Cabernet 2006“ (muss hier einfach sein) und zu Essen nahmen wir die Kürbissuppe (wie es sich zum Herbst gehört, ist wohl bald Halloween…) und das 200g Tenderloin Filet mit Pilzsauce, Pommes und Gemüse. Wir genossen diese Mahlzeit in vollen Zügen und schlossen sie noch mit einem Espresso ab.

An einem Weinfeld machten wir noch einen Fotostopp und schnousten ein Trübeli. Mmmmmh, das wird ein guter Wein! :-)

 

Da fast alles im Barossa-Valley geschlossen war, steuerten wir nun die Whispering Wall an. Eine Staumauer zum Speichern von Wasser, für die Bewässerung der Weingüter. Wir erwarteten eigentlich nicht viel dort. Was wir aber antrafen war faszinierend. Da kann man auf der einen Seite der Staumauer hinstehen und mit einer Person auf der anderen Seite (mindesten 100m Distanz) sprechen, als würde man nebeneinander stehen. Wir wechselten ein paar Worte auf Bärndütsch hin und her und die anderen Touris hörten gespannt zu, verstanden aber nur Bahnhof. :-) Diesen kulturellen Ausflug ins Baross-Valley hat uns sehr gefallen und dieser Abstecher hat sich mehr als gelohnt. Geplant haben wir auf unserer Reise das Barossa-Valley ja nicht, aber als Dänu und Nadine in Sydney so sehr davon geschwärmt haben, konnten wir nicht anders, als dort vorbei zu schauen. Merci fürä Tip!!

 

Nun fütterten wir Franzi mit dem Ziel des Mount Lofty, sozusagen dem Hausberg von Adelaide. Er führte Fahrer Thömu durch schöne, aber sehr kurvenreiche Herbstlandschaft. Welch eine Farbenpracht zeigte sich das Herbstlaub!! Karins Magen hatte aber nicht die grösste Freude über Franzis Wegwahl. Oder lags an der Fahrweise von Thömu?

Den Mount Lofty erreichten wir leider nicht, sondern nur den Mount Lofty Botanic Garden, welcher sich jedoch auch in schönem Herbstbunt zeigte. Nun sprach Karin ein ernstes Wort mit Franzi und schon zeigte er und den Weg zum Aussichtpunkt auf 710m.ü.M. Wir sahen über Adelaide hinweg bis zum Meer. Ein paar lästige Regenwolken hingen noch auf Augenhöhe herum. Das Aprilwetter hat sich nämlich noch nicht verzogen.

Wir genossen noch das Zvieri im Restaurant und starteten um 17.00 Uhr mit der Fahrt Richtung Cape Jervis. Unterwegs zeigte sich die Sonne wieder einmal von der schönsten Seite. Knallrote Wolken und eine wunderschöne Abendstimmung zauberte sie an den Himmel. Es war richtig kitschig.

 

In Adelaide spielte uns Franzi einen Streich. Er wollte auf eine Autobahn, was zu diesem Zeitpunkt aber irgendwie nicht möglich war (diese Autobahn hatte irgendwie Öffnungszeiten). Wir hatten keine Ahnung, wo wir gerade waren und mussten mal auf einen Parkplatz, den Franzi wollte immer wieder wenden und unbedingt auf diesen Freeway. Beim dritten Versuch konnten wir Franzi doch noch erklären, dass wir nicht auf den M2-Freeway können und fuhren somit auf der A13 südwärts.

Unterwegs füllten wir noch unseren Tank auf und fuhren durch die sehr finstere Nacht nach Cape Jervis. Diese Fahrt zog sich wahnsinnig in die Länge.

Endlich erreichten wir um 19.40 Uhr den Hafen von Cape Jervis. Wir mussten nun für die Fähre einchecken, welche uns auf Kangaroo Island führte. Dann warteten wir im Wartsaal bis die Fähre kam und studierten, was wir alles auf der Insel machen könnten.

 

Gegen 20.30 Uhr ging Thömu zu Auto und Karin musste die Fähre als Fussgänger betreten. Thömu musste auf die Fähre fahren und im Bauch des Schiffes noch ein Wenden zum Besten geben. Sonst müssten alle Autos die Fähre rückwärts verlassen.

Auf dem Passagier-Deck fanden wir uns wieder und fuhren in 45 Minuten nach Penneshaw. Die Fahrt nutzen wir zum schreiben des Bloges.

 

Pünktlich um 21.45 Uhr kam die Fähre nach einer ziemlich ruhigen Fahrt in Penneshaw an. Thömu ging zum Auto runter und Karin musste wieder zu Fuss vom Deck. Als Thömu mit unserem Chäri die Fähre auch verlassen konnte, lud er netterweise Karin am Strassenrand wieder auf. Wieder komplett, fuhren wir dann zur Jugendherberge von Penneshaw. Die Fahrt dauerte sagenhafte 2 Minuten. Die Rezeption war bereits geschlossen und unseren Schlüssel fanden wir im Aufenthaltsraum. So konnten wir unser kleines Zimmer beziehen, welches ganz in Ordnung war. Sogar das Bett war bereits fixfertig angezogen!!

 

Zum Schluss schrieben wir noch den Blog fertig und gönnten uns zum Znacht noch ein Jogurt. Dann hiess es schon bald – Gute Nacht!

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W
<br /> Den oben stehenden Kommentar wollte ich eigentlich beim vorangehenden Tag, 21.04., anfügen...<br /> <br /> <br />
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W
<br /> Hm, vergleicht mal das Bild 055 in Eurem Album Nr. 3 mit Bild 2756 im Album "Australia 2006" auf meinem Blog!<br /> <br /> Zeitzonen mit 30' Differenz gibts übrigens auch in Indien. Als ich in Adelaide war, hab ich meine Uhren einfach auf Melbourne-Zeit belassen und die halbe Stunde mitgerechnet, war einfacher, als auf<br /> jedem mitgebrachten Elektrogrätli die Zeit anzupassen....<br /> <br /> <br />
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