Tag 22: Gründonnerstag, 21. April 2011 – Drive-Day to Barossa Valley

Veröffentlicht auf von Karin & Thomas

Wecker hätten wir keinen gebraucht. Wir erwachten von selber, da es im Zimmer relativ frisch wurde.

Bis dahin, hatten wir dank der Bettheizung relativ warm, diese heizte aber nur von unten, die zwei Wolldecken reichten nicht mehr, um von oben zu wärmen.

Also standen wir eben auf und bereiteten nach der Morgentoilette das Frühstück, in unserem kalten Cabin zu. Es war sagenhafte 11°C warm dort drinnen.

Nach dem Frühstück aktualisierten wir noch unseren Blog, da das Zeitguthaben nun wieder zur Verfügung stand. Thömu hielt noch eine WhatsApp-Unterhaltung mit den Zipfels, dann luden wir unser Auto und checkten aus.

 

Genau beim auschecken regnete es wie aus Kübeln. Beim Aufstehen hatten wir noch blauen Himmel und später dieser Regen. Da es so stark regnete, liessen wir unseren ersten Halt am Cape Bridgewater ins Wasser fallen und fuhren Richtung Norden.

Bevor wir Mount Gambier erreichten, fuhren wir in die wohl behindertste Zeitzone, die es gibt. Wir mussten unsere Uhren um eine HALBE Stunde zurückdrehen. In dieser Zeitzone (+7.5h gegenüber der Schweiz) bleiben wir jetzt, bis wir das Outback verlassen.

 

Mount Gambier erreichten wir und fuhren zuerst zu den Kraterseen. Insbesondere zum Blue Lake. Der Vulkankratersee Blue Lake, ist während des Sommers tief blau. Durch den Winter, von ca. Ende März bis im November, sei der See langweilig grau. Wieso der See im Sommer blau wird, wurde bis jetzt noch nicht herausgefunden. Komischerweise ist der See jetzt, ende April, immer noch so schön blau, da haben wir natürlich nichts dagegen.

Nachdem wir den See vom Botanischen Garten aus überblickt hatten, fuhren wir zum Mac und genossen ein McCafé.

 

Weiter ging die Fahrt Richtung Norden, nach Kingston S.E. Kilometerlang fuhren wir durch Gebiete, wo riesige Flächen an Nadelbäumen aufgeforstet wurden, um sie dann X Jahre später wieder zu roden. Bäume in Reih und Glied waren da die Regel. Von abgeholzten Flächen, zu frisch angepflanzten und schon richtigen dichten Wäldern, sahen wir alles. Unterwegs hielten wir in Millicent mal an und deckten uns im Woolworth mit frischen Lebensmitteln ein.

 

Nach Kingston verlief die Strasse der Küste entlang, diese sah man aber nicht, da die Strasse fast immer im Wald verlief.

 

Kurz vor Salt Creek machten wir einen Abstecher in den Coorong National Park. Der Abstecher erfolgte über eine Naturstrasse. Island- oder hier besser gesagt, Outback-Feeling kam auf.

Einen anständigen Rastplatz fanden wir leider nicht, so parkierten wir unser Auto auf einem Parkplatz am See und begannen mit unserem Picknick zu verspeisen. Bald mussten wir ins Auto flüchten, denn es kam die nächste Regenfront.

 

Weiter ging die Strasse ziemlich langweilig bis Murray Bridge. Auf der ganzen Fahrt sahen wir extrem viele tote Tiere am Strassenrand, hauptsächlich Kängurus. Eine traurige Angelegenheit. :-(

Was uns auch die ganze Strecke begleitete war das April-Wetter. Einmal Sonnenschein, dann wieder Regen. Dauernd war man damit beschäftigt, die Scheibenwischgeschwindigkeit einzustellen und die Sonnenbrillen an- bzw. abzunehmen.

 

Nach Murray Bridge wurde das Wetter etwas stabiler. Meistens schien da die Sonne und die Landschaft wurde auch interessanter. Durch hügeliges Gebiet, ging es Richtung Barossa Valley. Einem der bekanntesten Weinanbaugebiete Australiens.

Das Barossa Valley, besser gesagt den Ort Tanunda, erreichten wir gegen 16.30 Uhr nach knapp 600km Fahrt. Wir steuerten unser Motel Barossa Motor Lodge an und bezogen das Zimmer.

 

Dann zeigte sich doch noch die Abendsonne und wir wollten diese noch ablichten. Als wir zu einer Anhöhe fuhren, holte uns aber der Regen ein. Somit fuhren wir zurück zum Motel und verplanten den morgigen Tag und schrieben Blog.

 

Um 19.00 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Hotel-Restaurant. Wir wussten, dass wenn wir heute hier das Znacht essen, das Frühstück morgen gratis sein wird. Das Restaurant war gut besetzt und so nahmen wir an einem 4er-Tisch Platz. 2er-Tische hatte es keine mehr… Als der Kellner zu uns kam und uns fragte, was wir möchten, kam es zu Missverständnissen. Wir wollten mal Pläterliwasser und einen Rotwein bestellen und der Herr meinte, wir wollen Chlepfmost. Nein, kein Chlepfmost, sondern einen hiesigen Rotwein UND einfach eine Flasche Mineral. Schlussendlich bekamen wir doch noch unsere Flüssigkeiten. Er brummelte etwas Unverständliches und wir wussten nun nicht, ob wir das Essen an der Bar bestellen gehen müssen, wie wir das in der letzten Zeit viel hatten, oder ob jemand die Bestellung bei uns am Tisch aufnehmen würde. Nach ein paar Augenblicken, kam aber eine nette Dame, welche heute gerade ihren ersten Tag hatte, zu uns an den Tisch und nahm unsere Bestellung auf. Thömu bestellte sich ein Lodge-Chicken mit Gemüse statt Salat – ach gaaaanz was neues :-) – und für Karin gab es Cannelloni mit Spinat/Ricotta-Füllung und Salat dazu. Beides war, trotz einer Wartezeit von 1 Stunde (Thömus Huhn musste noch gefangen werden), sehr lecker und dazu genossen wir den hiesigen Rotwein „The Grapes of Ross Merlot Cabernet Sauvignon from the Barossa Valley“. Ein süffiger Rotwein aus dem Jahre 2006. Dieser Wein wäre etwas für euer Sortiment Götti Beni :-)

 

Nach dem Essen gingen wir wieder in unser Zimmer, schrieben den Blog fertig und schon bald rufte uns das Kopfkissen. Gute Nacht!

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B
<br /> Zeitzone: da kennt ihr wohl Nepal noch nicht, die haben 5:45 Zeitverschiebung zur Schweiz!!!<br /> <br /> <br />
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