Tag 20: Dienstag, 19. April 2011 – ab ins Koala-Vergnügen

Veröffentlicht auf von Karin & Thomas

Um 7.30 Uhr meldete sich wieder einmal der Wecker. Auch mit Meeresrauschen haben wir gut geschlafen. Das Frühstück bereiteten wir uns wieder einmal selber zu. Mampf mampf, abwaschen, packen und schon waren wir mit Sack und Pack verschwunden.

 

Bei bedecktem Himmel fuhren wir auf der Great Ocean Road los. Thömu war diesmal am Steuer und hatte sofort viel zu tun mit Anhalten an den Lookouts um Fotos zu schiessen. Die Strasse verlief sehr schön der Küste nach, etwas kurvenreich, aber so etwas kennen wir ja aus dem Simmental. Immer wieder musste man eben anhalten und die Küstenlandschaft geniessen. Das Wetter hat sich auch gebessert, die Sonne zeigte sich. In Wye River machten wir unseren Kaffee-Halt und tranken an der Sonne einen Cappuccino. Im Post-Shop sahen wir noch frisches Brot, welches uns gluschtig machte, also kauften wir dieses.

 

Bald fuhren wir weiter. Plötzlich sahen wir vor uns ein Tier, welches auf der Strasse sass. Zum Glück kamen wir auf der kurvenreichen Strecke nicht schnell, so konnten wir gut anhalten.

Nun erkannten wir, dass da ein Koala mitten auf unserer Fahrspur sass und zu uns in die Sonne blinzelte. Wir fuhren etwas zur Seite. Bald machte sich der Koala dann auch auf den Weg von der Strasse weg. Dann konnten wir ihn auch noch auf dem Baum ablichten.

 

Ohne Hindernisse konnten wir nun weiterfahren. Plötzlich sahen wir, dass überall Leute ins Meer hinaus schauten. Da muss etwas sein und schon sahen wir auch die Delfinflossen. Wieder auf einen Ausweichplatz, Zoomobjektiv und Feldstecher rausnehmen. Wir sahen viele Delfine, welche vor der Küste herschwammen und auch spielten. Immer wieder sprangen sie auf, für den Föteler waren sie aber zu schnell – oder der Fotograf zu langsam?! :-)

 

Der geplante Halt war Cape Otway. Wir liessen Apollo Bay, die Küste und das schöne Wetter hinter uns und tauchten in den Regenwald ein. Auf einer Nebenstrasse ging’s direkt nach Süden. Wir waren gespannt, ob wir die von Edi oder Stuwi (weiss nümme welä vo öich???) versprochenen Koalas in den Bäumen sehen würden. Auf halber Strecke zum Kap, plötzlich standen mitten im Wald viele Autos und ein Menschenauflauf, welcher in die Bäume schaute.

 

Sofort parkierten wir unser Chäri auch noch am Strassenrand und sahen bereits den ersten Koala. Dieser pennte nicht einmal, sondern war mit klettern und kratzen beschäftigt. Beim genauen hinschauen sahen wir, dass hier praktisch auf jedem Baum ein Koala sass! Wir waren hier nicht in einem Gehege, Zoo, oder so etwas ähnlichem! Viele Koalas waren am schlafen, andere gähnten herum, der beste war der, der von Ast zu Ast kletterte und sich dann genüsslich hinter einen Büschel Eukalyptus machte.

Eine ganze Weile schauten wir fasziniert den putzigen Tierchen zu. Frau Rigozzi würde sagen, „so heerrrrrzig, Schääätzeli“.

 

Unser Ziel war aber eigentlich Cape Otway, der südlichte Punkt unserer Reise. Eigentlich wäre der Südlichste Punkt im Wilsons Promotory NP gewesen, da wir dort nicht hin konnten, ist es nun eben Cape Otway. Im Souveniershop des Cape Otway Lighthouse musste man einen Eintritt lösen, um überhaupt an das Kap und zum Leuchtturm zu kommen. Dieser Eintritt war mit 17.50$ pro Nase nicht gerade Billig. Wir lösten ihn trotzdem, da wir ja jetzt schon da waren. Das ganze war hier als keines Ballenberg-Museum aufgebaut, Leuchtturm, Telegrafenstation, usw. Wenn man schon Eintritt bezahlte, konnte man immerhin den Leuchtturm aus dem Jahre 1848 besteigen und die Aussicht auf die Küste bestaunen. Im Leuchtturm oben war es also ziemlich eng und das Motörli für die Leuchtlampe, welche sich ja immer dreht war viel kleiner als angenommen. Eben nur ein Motörli. Im Café neben dem Leuchtturm machten wir nochmals einen Kaffeehalt.

 

Dann gingen wir zurück zum Auto und fuhren wieder nordwärts. Unterwegs mussten wir natürlich nochmals bei den Koalas anhalten und diese Bestaunen. Viel weiter ging die Fahrt dann wieder nicht, plötzlich standen X Autos mit Warnblinker verstreut auf der Strasse. Nein, kein Unfall, sondern ein Koala, der zuerst auf der Strasse sass und sich dann gemütlich aus dem Staub machte. Später gelangten wir doch noch zurück auf die Great Ocean Road. Durch den Regenwald mit vielen Farnen ging’s weiter westwärts. Das Wetter verschlechterte sich massiv. Unterwegs hielten wir mal an und da es schon regnete, picknickten wir eben im Auto. Nun konnten wir das frische Brot probieren. Leider war es nicht so gut, wie es aussah. Es war ziemlich fade. Was soll’s, etwas mehr Käse und Fleisch ins Sandwich und schon hatte das ganze auch Geschmack.

 

Nun fuhren wir weiter durch Regen und Nebel Richtung Küste. Wir kamen schon bald zu den 12 Aposteln. Das Wetter war aber so garstig, dass wir diese gleich links liegen liessen und weiter bis Port Campbell fuhren. Dort kamen wir etwas nach 15.00 Uhr an und suchten uns eine Übernachtungsmöglichkeit. So haben wir nicht weit, um wieder zu den 12 Aposteln zurück zu fahren. Dort wollen wir natürlich sicher noch hin, hoffen aber auf besseres Wetter gegen Abend, oder morgen.

 

In den Sea Foam Villas fanden wir eine gute Bleibe. Wir bekamen eine richtige Wohnung mit Schlafzimmer, Wohnzimmer und Badezimmer. Wir richteten uns ein, schrieben Blog und tranken ein selber gemachtes Kaffee. Als wir unser Gepäck auspackten, bemerkten wir, dass wir noch die Fernbedienung des Hotels in Lorne dabei hatten. Diese hätten wir beim Check-Out abgeben müssen, vergassen diese jedoch. Super, was jetzt?

 

Um 17.00 Uhr machten wir uns auf den Weg zu den Twelve Apostels. Im Dorf sahen wir aber noch einen Postshop. Wir gingen mit der Fernbedienung hinein und fragten, ob sie uns helfen könne. Die hilfsbereite Dame half uns das Ding zu verpacken und erklärte uns, wie wir das Zeugs anschreiben müssen. Schlussendlich war die Fernbedienung für 6$ bereit für den Versand. Kommt uns so wohl billiger, als wenn wir dem Hotel die Fernbedienung ersetzten müssten.

 

Dann mussten wir aber schnell an die Küste. Der erste Halt machten wir am Loch Ard Gorge, wo man schon erste Felsformationen im Wasser sah. Wir machten einen kleinen Rundgang über den Klippen. Das Wetter war trocken, zum Teil sah man durch die äusserst tief hängenden Wolken sogar der blaue Himmel.

 

Danach fuhren wir zu den Twelve Apostels. Noch bei der Ausfahrt aus dem Parkplatz hüpfte ein schwarzes Känguru vor dem Auto durch. Massenhaft Touris waren da. Dann standen wir da, vor den Felsformationen im Meer vor der Küste. Der Anblick war trotz des nicht gerade supertollen Wetter, sehr schön. Eifrig machten wir ein paar Fotos, bevor es fast ganz dunkel wurde.

 

Wir fuhren zurück nach Port Campbell, parkierten unser Auto in der Garage, da ein anderer Hubi seinen Wagen auf unseren Parkplatz gestellt hatte. Dann war es Zeit fürs Nachtessen, welches wir im der benachbarten 12 Rocks Bar bestellten. Für beide gab es ein riesiges Pouletbrüstchen, mit Avocado, Gemüse und Pommes.

 

Zurück im Zimmer musste der Blog noch aufs Internet, das Hotel in Lorne informiert werden, dass die Fernbedienung unterwegs ist und so weiter.

Werbung
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post