Tag 19: Montag, 18. April 2011 – Grosse Landschaften an der Great Ocean Road

Veröffentlicht auf von Karin & Thomas

Unser Tag startete um 7.30 Uhr. Vor dem Frühstück gingen wir mit einer ersten Ladung Gepäck zum Auto. Dann frühstückten wir nochmals im Frühstücksraum des Hotels. Anschliessend hiess es noch Zähne putzen, den Rest zusammenpacken und auschecken.

 

Dann stiegen wir ins Auto und Thömu fuhr uns aus dem Parkhaus des Hotels ins Verkehrgetümmel von Melbourne. Zum Glück meldete sich bald Franzi und führte uns sehr schnell auf die Autobahn. So konnten wir schon bald gemütlich abseits des Stadtverkehrs Richtung Südwesten fahren. Nach Geelong endete die Autobahn und es ging nur noch über Hauptstrassen weiter. Und was hat da Karin entdeckt? Unsere Autonummer!!! Diese heisst nämlich „RYF 882“. Also so etwas! Natürlich konnten wir dieses Ereignis noch auf die Speicherkarte hauen!

 

Bald erreichten wir die Surferhauptstadt Torquay. Überall hatte es Surfer-Läden. Den Strand fanden wir jedoch nicht auf Anhieb. Nicht weiter schlimm, wir fanden ein Café, wo wir unseren obligaten Cappuccino schlürften. Infolge starker Müdigkeit von Thömu, übernahm die Hellwache Karin das Steuer und wir fuhren durchs Dorf und fanden den Surfers Beach doch noch. Der Strand selber war ziemlich schmal. Oberhalb war aber viel Gras zu finden, wo wir uns mal hinsetzten und den vielen Surfern zuschauten. Viele Surfer lagen auf ihren Surfbrettern im Wasser und lauerten auf die nächste Welle. Diese waren heute nicht besonders gross, doch ab und zu kamen etwas grössere Wellen und die Surfer konnten zeigen, was sie drauf hatten.

 

Als wir dies gesehen hatten, fuhren wir weiter. Wir wollten etwas mehr der Küste entlang fahren und überlisteten das Navi. Wir kamen noch in der Nähe des Bells Beaches vorbei, konnten dort aber nicht hin, da dort gerade der Surf-Worldcup stattgefunden hat. Dann kamen wir doch noch auf die Great Ocean Road, fürs Erste aber nur für ca. 200m. Dann mussten wir schon wieder abbiegen, Richtung Point Addis. Von hier aus hatten wir einen sehr schönen Ausblick auf die Küste. Nach ein paar Fotos fuhren wir dann aber weiter.

 

In Anglesea stoppten wir am Wasser und packten unser Picknick aus. Wir mussten da auf zwei Dinge aufpassen, 1. dass uns die Möwen nichts wegstibitzten und 2. dass uns der starke Wind nichts wegblies. Dennoch konnten wir, mehr oder weniger gemütlich, an der Sonne und bei 25°C unser Zmittag geniessen.

Nach dem Mittagessen fuhren wir noch Richtung Golf-Club von Anglesea, gemäss Reiseführer hat es hier sogar Kängurus auf dem Golfplatz. Auf den Platz durfte man nicht, um nur Känguru-Watching zu machen. Aber vom Rand aus sahen wir viele Hüpfer. :-)

 

Unser nächster Stopp war in Aireys Inlet. Dort war der Split Point Leuchtturm sehenswert. Das wussten scheinbar auch viele andere Touris und der Parkplatz war voll. Während Karin auf das nicht korrekt parkierte Auto aufpasste, knipste Thömu schnell den Leuchtturm ab.

 

Am Fairhaven Beach, einem schönen langen Sandstrand, konnten wir dann wieder zusammen etwas verweilen. Leider begann sich hier der Himmel langsam zu überziehen. Die Sonne machte sich etwas seltener.

Immer noch am Fairhaven Beach war auch der Great Ocean Memorial Arch. Sozusagen das Einganstor zur Great Ocean Road. Da konnten wir natürlich wieder ein paar Fotos schiessen und uns über „Drive on Left in Australia“-Tafel lustig machen.

Über die nun sehr kurvenreiche Strasse fuhren wir weiter Richtung Lorne. Ab und zu machten wir an dem einen oder anderen Lookout Halt, um auf die Küste zu schauen. Lookout hat es ganz viele hier, manchmal sind sie aber etwas schlecht signalisiert… Eigentlich wüssten wir ja, dass wenn hier in Australien die Signalisation kommt, der Lookout auch gerade dort ist und die Signalisation nicht als „Vorwarnung“ gemeint ist :-)

 

In Lorne beschlossen wir, dass wir noch zum Erskine Fall fahren. Steil gings bergauf und das Thermometer sank im Nu von 23°C auf 18°C. Beim Parkplatz des Wasserfalls angekommen, ging es durch dichten Regenwald abwärts. Viele grosse Farne waren da zu sehen und es war überall sehr feucht. Der Wasserfall war nicht besonders gross, war aber in der grünen Waldlandschaft schön anzuschauen. Während Thömu noch das eine oder andere Foto mit Langzeitbelichtung machen wollte, nahm Karin der steile Aufstieg unter die Füsse. Thömu vergass fast ein bisschen die Zeit, so dass er anschliessend die Stufen hochspurtete und völlig ausser Atem oben ankam.

 

Nun fuhren wir wieder runter nach Lorne. Wir wollten noch zum Teddy’s Lookout, auf diesen verzichteten wir aber aufs erste, da das Wetter keinen wirklich schönen Ausblick gestattete. In einem Quartier sahen wir aber auf einem Hausgrundstück noch vier Kängurus, welche gemütlich vor sich hingrasten.

 

Wieder im Zentrum von Lorne angekommen, suchten wir uns ein Hotel. Zuerst steuerten wir das Best Western an, bemerkten aber, dass dieses ziemlich ab vom Schuss war und wählten schlussendlich das „Lorne Hotel“. Da bekamen wir ein Zimmer mit Ocean-View, welches wir dann auch sofort bezogen.

 

Nun suchten wir Flipflops und Adiletten und machten uns auf den Weg zum Strand. Wassertemperatur Messen und Strandspatziergang war noch angesagt. Das Wasser am sehr flach abfallenden Strand war nicht gerade hammermässig warm, wahrscheinlich keine 20°C. Der Barfuss-Strandspaziergang war dennoch gemütlich. Irgendwann haben wir uns auch ans kühle Wasser gewöhnt.

 

Zurück im Hotel mussten wir uns die Füsse abduschen und dann machten wir uns bereit fürs Nachtessen. Wir gingen der Hauptstrasse entlang, wo sich ein Restaurant ans andere reihte. Für einmal haben wir ein Kaff gefunden, wo es auch richtige Restaurants hat. In der Cuda-Bar kehrten wir ein und bestellten Bangladesh-Beef-Curry mir Reis. Thömu nahm dazu noch ein lokales Otway-Bier.

Alles schmeckte uns super und auch die Live-Musik war schön. Im Restaurant konnten wir auch noch kurz mit dem iPhone aufs Internet. Das Netbook, um den Bericht raufzuladen, war leider nicht dabei.

 

Auf dem Rückweg ins Hotel genehmigten wir uns noch eine Glace und schlenderten den Schaufenstern entlang. Im Hotelzimmer erwartete uns wieder das Übliche. Blog schreiben, Planung für den nächsten Tag, usw…

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