Tag 48: Dienstag, 17. Mai 2011 – Ab in den Süden
Der Wecker ging standardmässig um 8.00 Uhr. Wir haben beide nicht gerade gut geschlafen, konnten lange nicht einschlafen, keine Ahnung wieso. Was solls, aufstehen mussten wir trotzdem.
Nun standen wir vor dem Frühstücksrätsel, gibt es nun Frühstück im Restaurant, oder nicht? Wir gingen zum Restaurant, dieses war aber geschlossen. Also versuchten wir es an der Rezeption. Dort waren wir richtig. Uns wurde gesagt, dass uns ein Frühstückskorb gerade geliefert werde. Ausserdem konnten wir das Kreditkartenproblem noch lösen, indem wir die Übernachtung einfach mit einer anderen Karte bezahlten.
Zurück im Zimmer fanden wir schon den Frühstückskorb. Wir machten uns noch ein Kaffee und assen dann die Toastscheiben und die Früchte (ausser den Büchsen-Pfirsiche?-Aprikosen?). Nun, Zähne putzen, die restlichen 20 Minuten Internetguthaben verbrauchen und dann tschüss.
Wir hatten noch 1.5h bis zur Abfahrt unserer Fähre Wir fuhren nochmals nach Picnic Bay, wo wir uns im selben Restaurant wie gestern einen Cappuccino bestellten. Es war heute immer noch stark windig, aber dafür das schönste Wetter. Also konnten wir den Kaffee draussen schlürfen. Dort blieben wir auch noch eine ganze Weile sitzen, bevor wir via Strand zurück zum Auto gingen.
Neben unserem Auto hat nun ein sogenannter Moke parkiert. Dies sind so coole halboffene Autölis, welche auf dieser Insel Kultstatus haben. Natürlich musste so ein Chäri nun noch abgeblitzt werden.
Dann war es schon Zeit zur Fährterminal in Nelly Bay zu fahren. Es waren nur 4km zu fahren, also brauchten wir nicht so viel Zeit. Wir mussten nur kurz warten, bis die kleine Fähre im Hafen einlief. Dann konnten wir auch schon drauf fahren, heute war überhaupt kein Andrang, der Kapitän hatte nur gerade 5 Autos geschmeidig und mit einem lächeln auf dem Gesicht einzuweisen. :-)
Um 11.40 Uhr legte die Fähre los und brachte uns in 45 Minuten über das raue Meer nach Townsville ans Festland. Auf dem Deck bliess es uns auf jeden Fall fast weg und der Wellengang war auch beträchtlich. Das Wasser war zum Teil fast braun, so stark wurde wohl der Sand aufgewirbelt.
Als wir in Townsville die Fähre verlassen konnten, verliessen wir die Stadt auf direktem Weg. Unser Ziel war Airlie Beach und für dieses hatten wir noch ca. 280km zu fahren. Nicht gerade wenig für einen Nachmittag.
Zwischen Townsville und Airlie Beach gibt es eigentlich nicht sehr viel zu sehen. Also kamen wir mehr oder weniger rassig vorwärts. Immer wieder wurden wir durch Schlärpelis ausgebremst.
Selber halt machten wir als erstes auf einem windigem Rastplatz, für einen kleinen Mittagsnack, den zweiten im MacDonalds von Ayr für einen Glace-Stopp, wo es Caramel-Sundee und McFleury mit M&M’s gab. Dann hielten wir noch einmal kurz, um den Tank wieder zu füllen (Schön, wieder einmal unter 1.40 pro Liter tanken zu können).
Airlie Beach erreichten wir dann um ca. 16.15 Uhr. Franzi spielte uns wieder einmal einen Streich, indem er unsere Unterkunft, das Boathaven Resort einfach in der Dorfmitte angab. Wir wollten bei der Touristeninformation nachfragen, wo denn unser Hotel ist, dann sahen wir, dass auf dem Bestätigungsmail auf dem Natel noch die Adresse vermerkt war. Diese Adresse kennte Franzi dann auch und führte uns zum Richtigen Ort.
Wir checkten an der Rezeption ein und schauten uns mal unser Studio an. Sieht ganz in Ordnung aus. Kleine Küche, Bad, ein Queensize-Bett, Sofa und einen Tisch. Und das alles ziemlich modern. Einziger Hacken, es roch ziemlich stark nach Chlor, woher auch immer…
Eigentlich wollten wir an der Hotelrezeption noch für Morgen eine Tour zu den Whitsundays buchen. Die Dame dort sah uns aber zu unmotiviert aus. Also stiegen wir wieder ins Auto und fuhren ins Zentrum. Dort gingen wir ins nächst beste Buchungsbüro und liessen uns beraten. Weil nicht gerade Saison ist, war es gar nicht so einfach einen geeigneten Anbieter zu finden. Einen haben wir aber trotzdem gefunden. Also buchten wir diesen Bootsauflug sofort und hoffen, dass es morgen nicht zu starken Wellengang haben wird, da heftiger Wind vorausgesagt wurde.
Wir fuhren dann noch zum Coles, schliesslich brauchen wir Morgen noch ein Frühstück, dieses ist wieder einmal nicht inbegriffen. Nach dem Einkauf fuhren wir zum Hotel zurück, wo wir uns jetzt einrichteten, schliesslich bleiben wir hier für zwei Nächte.
Dann fuhren wir wieder ins Zentrum. Zuerst kaufen wir uns in gerade noch zwei Sonnenbrillen, dann gingen wir zur Bar Magnus, mit dem „World Famost Beergarden“ und lösten unsere Drinkgutscheine ein, welche wir bei der Tourbuchung erhalten haben. Thömu nahm ein Hirsch-Bierchen und Karin bestellte sich einen Chardonnay.
Dann war es Zeit fürs Nachtessen. Die erste Beiz, welche wir ansteuerten war mehr ein Pub als Beiz, also liessen wir diese sein. Hier wurden wir auch noch von einem kurzen Regensprutz überrascht, dieser war aber wirklich nur kurz.
Im Hog’s Bracht Cafe fanden wir eine ansprechende Beiz und bestellten und Prime Rip Steaks. Diese waren ganz gut, nur etwas gar gross. Einen Kaffee bekamen wir da nicht, die Kaffeemaschine ist ausgestiegen. Hier nun auch noch? In Australien ist wohl ein Kaffee-Maschinen-Virus am Werk…
Nach dem Essen gingen wir zurück ins Hotel, wo wir den Abend ausklingen liessen.