Tag 39: Sonntag, 8. Mai 2011 – Great Barrier Reef

Veröffentlicht auf von Karin & Thomas

Da wir heute raus zum Great Barrier Reef fuhren, wurde der Wecker bereits um 6.00 Uhr gestellt. Geschlafen haben wir sehr gut, da wir bereits von Anfang an die Ohrpfropfen montierten:-). Heute mussten wir uns das Frühstück selber machen, da wir das um 7.30 Uhr bereits am Hafen sein mussten und es im Hotel das Frühstück erst ab 7.00 Uhr gab. Nach dem Frühstück noch husch der Rest zusammenpacken und danach auschecken und das ganze Gepäck in unser SpaceShip verstauen und schon konnte die kurze Fahrt zum Hafen los gehen.

 

Wir parkierten unser Schiff auf einem Parkplatz, welcher 3$ für den ganzen Tag kostete und nahmen die letzten paar Meter zum Hafen unter die Füsse. Wir begaben uns zum Check-In Schalter von  SilverSwift, unserem Anbieter der heutigen Great Barrier Reef-Tour. Wir zückten den Voucher, welcher wir vom Hotel Best Western bekommen haben. Diese haben die Tour freundlicherweise für uns gebucht. Nach ein paar Minuten, hatten wir diese Tickets in den Händen die wir gebucht haben und begaben uns zum Schiff. Ab 8.00 Uhr startete das Boarding und um 8.30 Uhr wurde abgelegt. Zuerst gab es mal ein paar Informationen übers Tauchen. Zum Glück hat man das in der Schweiz schon mal gehört, so ist es etwas einfacher, das Ganze auf Englisch zu verstehen. Der Kapitän des Kahnes gab Vollgas. Das Wetter war heute Morgen nicht so der Hammer, nur wenig Sonne und zum Teil sah man auch Regenfronten. Dementsprechend war auch der Wellengang. Die 1h20min bis zum Reef hinaus waren nicht gerade die angenehmsten. Karin hatte arg gegen die Übelkeit zu kämpfen, die Eiswürfel, welche dann aber verteilt wurden halfen, damit der weisse Papiersack nicht auch bei Ihr zum Einsatz kam.

 

Die ganze Sache beruhigte sich, als wir am ersten Riff ankamen. Dann musste das Tauchzeugs bereit gemacht werden. In 4er-Gruppen wurde man für den Tauchgang vorbereitet. Selber machen musste man eigentlich fast nichts, einzig den Lycra-Strampelanzug, Flossen und Taucherbrille montieren. Jacket und Gewichte wurde einem auch angezogen. Dann gings mit ein einem Schritt rein ins 27°C warme Meer. Zuerst musste man sich an einem Seil halten, bis sich alle der 4er-Gruppe ans atmen unter Wasser gewöhnt waren. Dies dauerte bei zwei deutschen Frauen in der Gruppe einen Moment. Wir gwunderten schon ein bisschen herum. Dann gings los, alle mussten einander halten, dass niemand verloren geht. Wir gingen immer tiefer über schöne Korallenriffe. In 9m Tiefe knieten wir im Sand und der Instruktor drückte uns zwei verschiedene Seegurken in die Hände. Komische Viecher so ganz ohne Kopf, das eine glatt, aber samtig und das andere etwas stachelig. Ein Weissspitzen-Riff-Hai, welcher gemütlich seine Runden drehte, war auch noch zu sehen. Nach ganzen 40 Minuten unter Wasser gingen wir wieder zurück zum Schiff.

 

Mit dem Schiffshorn wurden alle Teilnehmer wieder aufs Boot geholt. Dann fuhren wir weiter zum nächsten Riff. Hier war Schnorcheln angesagt. Während auf dem Deck erklärt wurde, wo man schnorcheln solle, begaben wir uns schon nach unten zum Lunch-Buffet. Zum Glück! Wir konnten uns sogleich am Buffet bedienen. Warm hatte es ein Poulet-Curry mit Reis und dann hatte es noch diverse Salate. Wir fassten unser Zmittag und als wir uns fürs Essen setzten war die Warteschlange schon ziemlich lang geworden. Gemütlich konnten wir essen und zum Fenster raus beobachten, wie draussen eine grosse Wasserschildkröte trieb und wohl gerade Luft für den nächsten Tauchgang schnappte.

 

Nach dem Essen schlüpften wir in die grusig nassen Anzüge (auch zum Schnorcheln, wegen der Quallengefahr) und montierten das Schnorchel-Zeugs. Es zeigte sich nun auch mal die Sonne. So war das Riff, welches wir hier in geringer Tiefe erkunden konnten umso schöner. Viele bunte Korallen und bunte Fische waren zu sehen. Auch Nemo-Verwandte Anemonenfische sahen wir, sie waren aber nicht ganz so schön wie die Nemos selber. Dafür verteidigte er sein Anemonennest mit angriffigen Bewegungen gegen Fotograf Thömu. Diese liessen ihn bei diesem kleinen Fischli jedoch kalt… Der grösste Tumult mit Fischen war bei Schiff selber. Dort wo alle ein und ausstiegen, trieben zum Teil relativ grosse Fische herum. Sie waren uns so nah, dass wir mit ihnen in Berührung kamen.

Trotz warmen Wassers hatten wir langsam kalt und gingen aufs Deck, wo wir noch ein bisschen dem Geschehen zuschauten. Dann wurden alle wieder mittels Schiffshorn wieder an Board geholt und etwas weitergefahren.

 

Dann mussten wir für den zweiten Tauchgang wieder runter und uns bereitmachen. Als wir am nächsten Riff ankamen, sprang die gleiche Tauchgruppe wie beim ersten Mal wieder ins Wasser. Man musste sich immer noch halten. Dann gings immer wie tiefer, bis wir auf einer Tiefe von ca. 8m waren und den Grund sozusagen erreicht hatten. Wir konnten selbstständig herumschwadern und die Korallenlandschaft bewundern. Oben war die Sicht noch etwas trüb, unten war sie dann aber besser. Am tiefsten Ort waren es 10.1m, mit 26°C aber etwas frischer. Wir konnten den 35-minütigen Tauchgang voll geniessen. Zu sehen waren neben den schönen Fischen auch noch ein kleine Roche und etwas muschelmässiges, aber einfach angewachsen.

 

Kaum waren alle aus dem Wasser, setzte kurz mal Regen ein. An Board wurde das Zvieri serviert, Kaffee und Kuchen sozusagen, aber auch noch Früchte uns salziges.

 

Nun gings auf die Rückfahrt. In einem Affentempo fuhren wir über das nun viel ruhigere Meer wieder Richtung Cairns. Es wurde glaub niemandem mehr schlecht. Unterwegs bekamen wir noch ein Tauchzertikat. Boa… Denn passenden Rahmen müssen wir nun noch kaufen :-).

Cairns erreichten wir um ca. 16.30 Uhr. Dort verliessen wir das Schiff mit schönen Erinnerungen an einen gelungenen Ausflug.

 

Wir suchten wieder unser SpaceShip auf und fuhren aus Cairns heraus. Aus Cairns herausfahren war ziemlich eintönig. 1km fahren, Kreisel gerade aus, 1km fahren, Kreisel gerade aus… Dies sicher ungefähr 10 Mal!! Entlang der schönen, aber kurvenreichen Küstenstrasse mit vielen schönen Sandstränden, steuerten wir Port Douglas an. Ziel, unser 5-Sterne Hotel Sea Temple Resort. Wir checkten ein und konnten dann unser Zimmer beziehen. Ein schönes grosses Zimmer mit einem riesigen Bad im 1. Stock hatten wir. Das Bad war ausgestattet mit WC, Dusche und einer Sprudelbadewanne! :-)

Da wir nicht mehr viel machen mochten, waren wir nach dem Barrier Reef-Tag doch etwas müde, gingen wir ins Restaurant des Resorts. Dort bestellte sich Thömu zur Abwechslung mal Plizli-Pasta und Karin noch ein feines Stück Eye-Fillet. Als das ganze geliefert wurde, musste Thömu noch den Salat loswerden, welcher er bei der Bestellung schon abbestellt hätte…

Das Essen war fein und nach einem kleinen, aber schönen Mixed-Berry-Browni-Cheescake mit Kokus-Glace und Garnitur nahmen wir noch ein Espresso. Für Karin endlich mal eins mit Milch, da sie es einfach mal so bestellt hatte. Während wir im Restaurant waren, konnten wir noch Fröschli beobachten, welche gemütlich in der Weltgeschichte herumhüpften…

Wir gingen zurück ins Zimmer, auf dem Weg dorthin sahen wir an den Wänden noch Ghekos, welche herumschlichen. Im Zimmer angekommen, mussten noch etwas das Gnusch aufräumen, bevor wir hundemüde ins Bett vielen.

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