Tag 38: Samstag, 7. Mai 2011 – Bimmelbahn nach Kuranda
Der Wecker meldete sich bereits um 7.30 Uhr. Diese Nacht haben wir dank Ohrenstöpsel wieder gut geschlafen. So weckte uns der laute Verkehr draussen nicht mehr immer.
Rasch Aufstehen und dann zum Frühstück war angesagt, schliesslich mussten wir um 8.40 Uhr bereit sein. Wir assen gemütlich draussen am Pool das Frühstück, dann gingen wir zur Rezeption, wo wir noch gleich einen Tagesausflug zum Great Barrier Reef für morgen buchten.
Pünktlich um 8.40 Uhr standen wir dann bei der Rezeption bereit. Ebenso pünktlich holte uns das Shuttle-Bussli ab, welches uns über Umwegen (bei anderen Hotels vorbei) zum Bahnhof von Cairns führte. Der lustige Chauffeur war äusserst unterhaltsam.
Am Bahnhof führte er uns zum Zug, welcher uns nach Kuranda, dem Regenwalddorf führen wird. Im Zug war nach den gebuchten Gruppen reserviert. Für unsere Gruppe waren im zweitletzten Wagen zwei 6er-Abteile reserviert, welche wir einnahmen. Fensterplatz hatte es nur noch einen.
Pünktlich um 9.30 Uhr setzte sich der historische Zug in Bewegung. Durchs flache Gebiet fuhr die Bimmel-Bummel-Bammel-Bahn bis Freshwater-Station. Dort stiegen nicht gross Leute ein. Also setzten wir uns in ein leeres Abteil, wo wir beide gemütlich die Aussicht geniessen konnten.
Nach Freshwater-Station gings kurvenreich weiter. Über die Strecke von 1891 windete sich der Zug über 51 Brücken und durch 15 Tunnel den Berg hoch. Nach 1.5 Stunden erreichten wir die Haltestelle Barron Falls, wo man bei einem 10-Minütigen Halt die Sicht auf den Wasserfall geniessen konnte. Plötzlich gab es bei einer Gruppe Japaner grosse Aufregung. Wir fragten uns, ob wohl eine Schlange vom Baum gefallen ist, oder so etwas. Nein, es war bloss ein Schmetterling…
Dann ging die Fahrt noch kurz weiter und wir erreichten das auf 334m über Meer liegende Kuranda. Bähndler-Thömu musste noch kurz ins Stellwerkhäuschen gucken und sah ein mechanisches Stellwerk mit Stangen- und Dratzügen bis zu den Weichen, bzw. Formsignalen.
Nun gingen wir ins Dorf, welches sich wirklich mitten im Regenwald befindet. Nach der 2-Stündigen Zugfahrt hatten wir also Hunger und kehrten in einem der vielen Restaurants ein. Karin nahm einen Fitnessteller und Thömu Toast-Hawaii.
Nach dem Essen erkundeten wir Kuranda mit seinem Rainforest-Market. Auf diesem Ramschmärit war aber nicht gerade der Geier los und viel Schlaues zu verkaufen hatten sie auch nicht.
Ein Besuch im Koala-Garden durfte auch nicht feheln. Dort konnten wir australische Tiere beobachten. Unter anderem auch Krokodile und Schlangen. Den Koalas, welche entweder schliefen, oder gemütlich Eukalyptus mampften hätten wir stundenlang zuschauen können. Die Exemplare an der australischen Nordostküste sind kleiner, als die, die wir an der Südküste gesehen hatten. Zum ersten Mal sahen wir nun einen Wombat, ein ganz cooles Tierchen. Man könnte sagen, eine Mischung zwischen Schwein und Bär, was für dieses putzige Tierchen aber eher eine Beleidigung ist. Liebes Wombat, wir werden dich nie wieder als „tiefergelegte Sau“ bezeichnen :-)
Die Kängurus und Wallabies hätte man füttern können, sie hatten aber keinen Hunger. Bei einem Känguru schauten noch Körperteile eines ganz kleinen Kängurus raus und ab und zu steckte die Mutter den Kopf in den Beutel. Den Kopf des kleinen bekamen wir leider nicht zu Gesicht.
Nach dem Zoo-Besuch war es schon an der Zeit zur Gondelbahn zu gehen. Unterwegs kauften wir uns noch ein Glacé. Bei der Talstation mussten wir noch kurz aufs WC und prompt mussten wir anschliessend hinter einer Gruppe Inder anstehen, welche uns ziemlich aufregte, weil sie die 6er-Gondeln nicht füllen konnten.
Endlich konnten wir eine Gondel besteigen und hatten eine für uns. Die Gondelbahn führte uns über den Regenwald bis in die Nähe von Cairns. Die Wette, ob die Gondelkabinen von CWA oder Gangloff sind, gewann niemand, kein Bestandteil der Bahn scheint aus der Schweiz zu sein.
An zwei Zwischenstationen hätte man aussteigen können. Da wir zeitlich schon etwas knapp dran waren, fuhren wir bei der ersten (Barron Falls) durch, hatten wir ja schon am Morgen gesehen. Auf dem Gipfel, der Red Peak Station machten wir einen Unterbruch und gingen ein paar Meter durch den Regenwald. Da bewunderten wir die 400-Jahre alte Fichte.
Dann kam noch die letzte Sektion bis zur Talstation dran. Die Gondelbahn führt überall über die Baumwipfel. Unter dem Seil hatte es keine Schneise, wie bei uns. Alle Masten wurden beim Bau mit dem Helikopter in den Wald gestellt.
In Caravonica kamen gut und heil an. Kurz darauf holte uns das Shuttlebussli ab und brachte uns nach Cairns bis vor unser Hotel zurück.
Im Hotel nahmen wir eine Dusche und machten uns bereit fürs Nachtessen. Zuvor reservierten wir uns aber noch ein flottes Hotel in Port Douglas, in welchem wir 3 Nächte verbringen werden und einfach mal Ferien in den Ferien machen. Für diesen Aufenthalt geht gleich Thömu’s Lerncoach-Prämie drauf. :-) Danach gingen wir ins Zentrum. Schliesslich war Znacht-Zeit. Wir haben bald eine gute Beitz gefunden und setzten uns ins Paddywhacks. Karin bestellte ein Rindsfillet und Thömu ein Mix-Grill, er bestellte sich dann noch irgendein australisches Bierchen. Als wir aufs Essen warteten kam noch der Arbeitskollege Kenny von Karin per Zufall an unserem Tisch vorbei. Er ist für ein halbes Jahr in Australien und wird leider bald die Heimreise antreten müssen. Welch ein Zufall, dass man sich gerade in Cairns trifft, in dieser Strasse, zu dieser Minute! Wir wechselten ein paar Worte, bis er dann weiterzog und uns das essen serviert wurde.
Unser Essen schmeckte sehr gut! Nach dem Essen gönnten wir uns dann noch ein Espresso. Da hier in Australien der Espresso ohne Kaffeerahm oder Milch serviert wird, was die Kaffeetante nicht so mag, hatte Karin die glorreiche Idee, sie könne doch ein Macchiato bestellen. Das ist bestimmt ein Espresso mit Milch. Na ja – es war ein Espresso mit Milchschaum. Der Schaum ist wollte sich leider nicht mit dem Kaffee mischen und somit trank Karin den Espresso halt schwarz. Pfuiiiiiii. Nun muss sich Karin halt weiter durch die Kaffeekarte trinken, bis sie den Espresso mit Milch bekommt :-).
Als wir genug hatten mit Beizähöck, machten wir uns auf den Rückweg. Wir wollten noch kurz im Coles etwas fürs morgige Frühstück kaufen, fanden diesen aber nur in geschlossenem Zustand.
Also ab in den nächsten Tankstellenshop, wo wir doch noch etwas fanden. Zwar etwas teurer, aber wenn wir morgen das Hotel verlassen werden, ist das Frühstücksbuffet noch nicht offen.
Zurück im Hotel machten wir unsere Sachen fürs morgige Auschecken und den Barrier Reef – Besuch bereit. Dann gingen wir mal schlafen. Schliesslich müssen wir morgen früh raus…
Hiermit verabschieden wir uns ein paar Tage. Wir machen nun Ferien in unseren Ferien (Prämie sei dank). Frühestens ab Mittwoch wird wieder etwas von uns zu lesen sein, je nachdem, ob wir Internet finden.