Tag 13: Dienstag, 12. April 2011 – Känguru-Tag

Veröffentlicht auf von Karin & Thomas

Heute hätten wir keinen Wecker gebraucht. Die Vögel weckten uns bereits um 6.30 Uhr. Nicht etwa mit einem schönen Gezwitscher, sondern mit einem furchtbaren Geschrei… ;-) Dennoch blieben wir noch einen Moment liegen und standen dann auf. Das Frühstück bereiteten wir uns selber, wie immer im Zimmer, zu. Dann wurde fertig gepackt, ausgecheckt und los ging die Fahrt Richtung Süden.

 

Als nächster Halt planten wir Depot Beach. Diesen Ort hat uns gestern der Ranger im Budderoo National Park empfohlen. Wegen Wildlife und so…

Schon um 9.30 Uhr kamen wir dort an. Wir wären früher dort gewesen, wenn Thömu dem Navi von Anfang an geglaubt hätte, als Franzi sagte, links abbiegen, gehorchte Schöberli nicht. Da keine Wendemöglichkeit vorhanden war, mussten wir ca. 3km weiter fahren bis zu einer Tankstelle und dann alles wieder zurück… zzzzz. Den Parkplatz von Depot Beach verfehlten wir zuerst schon einmal. Aber wir hatten das Gefühl, durch den Wald Kängurus gesehen zu haben. Voller Vorfreude parkierten wir unseren Wagen und gingen die letzten Meter zu Fuss durch den Wald an den Strand. Dort sieht es etwa so aus: Meer, Strand, Wiese, Wald. Und tatsächlich sahen wir bereits ein Känguru, welches gemütlich an der Sonne am weiden war. Schon mal ein Foto machen, dass man dann eines hat, wenn es davonhüpft. Dann gingen wir bewaffnet mit Zoomobjektiv und Feldstecher näher.

Als wir näher kamen, erblickten wir noch mehr Kängurus, insgesamt waren 8 Tiere da, unter anderem auch ein Junges (war aber schon zu gross für den Beutel). Wir konnten uns den Tieren gut nähern, sie schauten uns manchmal an, grasten dann aber friedlich weiter. So konnten wir ein paar coole Fotos von unseren ersten Kängurus in der freien Wildbahn machen. Sie sind zwar Wild, aber scheinen sich die Menschen gewohnt zu sein. Der Feldstecher war hier eigentlich schon lange überflüssig…

Übrigens, der Strand selber war auch traumhaft, die Lage der Bucht, die Felsen, die Wälder, die Schönwetterwölkchen am Himmel und natürlich die Kängurus. Was wollten wir mehr?

 

Nach einer ganzen Weile verabschiedeten wir uns von den Kängurus und fuhren noch zum benachbarten Pebbly Beach. Dort waren schon ein bisschen mehr Menschen da. Von weitem sahen wir auch hier Kängurus. Dort waren die Leute mitten in den Tieren und konnten sie sogar streicheln. Wir gingen dann auch hin, liessen alle anderen Leute gehen und Thömu konnte auch noch ein Känguru streicheln. Schön feines Fell haben sie. :-)

 

Wir wollten die Viecher nicht länger stören und machten uns auf den Weg zum Auto. Für diesen Nationalpark hätte man am Ticketautomat die Gebühr lösen müssen. Da man aber fast immer in Nationalpärken ist und man schon immer bezahlen muss, machten wir dies hier nicht freiwillig… bsssssst.. ;-)

 

Unsere Fahrt ging zurück auf den Highway, dann nach Batemans Bay. Dort legten wir an der Sonne ein Kaffeepäuschen ein und nahmen noch ein Blueberry-Törtchen. Thömu dachte dazu noch wehmütig an den Blueberry-Hill (Insider) :-)

Die Pause tat uns gut und frisch gestärkt fuhren wir auf einer Nebenstrasse der Küste entlang weiter nach Süden. Am Anfang ging die Strasse durch ein Wohnquartier von Batemans Bay. Hier könnte man wirklich leben, so schön ist es da. Wollen wir aber nicht! :-)

Später kamen wir wieder auf den Highway und die Fahrt durch den Wald war dann etwas eintöniger. Über weite Strecken führen die Strassen hier durch den Wald. Nördlicher war es noch richtiger Regenwald, nun fehlen aber die Palmen und andere Wohnzimmerpflanzen und machen dem Nadelgewächs Platz.

Bei Dalmeny machten wir eine Pause und Fahrerwechsel. Wir nahmen unser Zmittag auf einem Rastplatz am Meer. Eine Stunde verweilten wir da und ruhten uns aus. Auch einfach Autofahren macht müde. Dann noch schnell beim Campingplatz aufs WC, die bunten Papageie auf der Wiese fötelen und dann übernahm Karin das Steuer.

Weiter südlich war dann nicht mehr immer Wald auf beiden Seiten der Strasse. Es wurde hügelig und es sah fast aus wie im Emmental. Nächste Gemeinsamkeit von der Region Tibla Tibla mit dem Emmental: Auch hier wird Käse gemacht. :-)

 

Später verliessen wir den Highway wieder und fuhren über den Sapphire Coast Way der Küste nach. Immer wieder boten sich sehr schöne Ausblicke auf die Küste und schöne, lange und einsame Strände. Auf einmal kamen wir an einem Dorf Namens „Tanja“ vorbei. Wir wussten gar nicht, dass die weltbeste Schwester ein eigenes Dorf hat :-). Unterwegs sahen wir die weltberühmten Warntafeln der Wombats, Koalas und der Kängurus. Thömu verrenkte sich beim Ausschau halten der Tiere, fast den Hals und sah von weitem eine Känguru-Herde, wie auch einige Kängurus, welche mit den Menschen zusammen Golf spielten. Das Wetter war hier unten ein bisschen schlechter. Es hatte ausgedehnte Wolkenfelder und die Sonne zeigte sich etwas weniger. Angenehm warm war es mit bis zu 22°C trotzdem.

 

Um ca. 16.45 Uhr kamen wir an unserem heutigen Tagesziel Eden an. Ein Kaff am Meer mit vielen Übernachtungsmöglichkeiten. Das Halfway Motel sprach uns am meisten an und da bekamen wir auch ein freies Zimmer.

Wir erkundeten uns noch nach Restaurants und merkten, dass es wohl auch in diesem Kaff keine schlauen Beizen hat…

Nun gingen wir noch kurz einkaufen. Frühstück und etwas für Unterwegs brauchten wir noch. Dazu besorgten wir uns noch gerade eine Kühltasche mit Kühlelementen, in unserem schwarzen Auto wird es sofort sehr warm. Nicht so super für Jogurt und Fleisch…

 

Dann zurück zum Motel, Gepäck einräumen und so, dann machten wir uns auf Beizensuche. Viele Fastfood-Stände hatte es, den Italiener wollten wir heute auch nicht und den Chinesisch-Schuppen sprach uns auch nicht an.

Also landeten wir in einem Bistro. Dort musste man das Essen an der Theke bestellen und das Trinken auf der anderen Seite an der Bar. Karin bestellte Sweet&Soure mit Reis und Gemüse und Thömu ein Scotch-Fillet mit Gemüse und Pommes. Nach einem Moment wurde das Essen geliefert, Thömu erhielt aber statt den Steamed Vegetables, Salat serviert, dankeschön… grrrr. Mit etwas hin- und her auf den Tellern, konnten wir die Teller doch einigermassen leeren. Das Essen schmeckte aber beiden nicht besonders.

 

Was lernen wir für morgen? Richtiges Mittagessen zu uns nehmen und Kafi-Comple zum Znacht. Richtige Restaurants, welche am Abend noch offen haben, scheint es hier nicht zu geben… oder kann uns da jemand einen Tipp geben??? ;-)

 

Nach dem Essen gingen wir durchs Menschenleere Eden zurück zum Motel. Dort wurden wir nicht besonders alt, da auch der Internetanschluss fehlt…

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