Tag 11 Sonntag, 10. April 2011 – Regen im Regenwald

Veröffentlicht auf von Karin & Thomas

Urwald des Royal NP Wir liessen uns um 7.30 Uhr von P!nk wecken, gingen unter die Dusche und frühstückten anschliessend in unserem Zimmer. Schliesslich hatten wir ja gestern Abend noch eingekauft. So müssen wir nicht hinter ein Überteuertes Hotel-Frühstück bezahlen. :-)

 

Nach unserem Frühstück konnte die Reise wieder losgehen. Wir wollten im Nachbardorf von Katoomba noch einen Ausblick geniessen, welcher im Reiseführer erwähnt war. Diesen fanden wir leider nicht, sondern landeten am Echo-Point, wo wir schon gestern Nachmittag waren. Wir beschlossen, nicht weiter zu suchen und fuhren weiter in Richtung Sydney. In Wentworth Falls wollten wir noch den gleichnamigen Wasserfall besuchen. Verpassten aber die Ausfahrt vom Highway. Wir nahmen die nächste Ausfahrt und fanden den Parkplatz dank Navi-Kaiser Franz ziemlich rasch.

Dort mussten wir mal das Auto parkieren und zu Fuss weitergehen. Der Weg ging über Treppenstufen durch den Urwald, bis zu einen schönen Aussichtspunkt runter. Leider führte der Wasserfall nicht gerade wahnsinnig viel Wasser, der Anblick war aber trotzdem schön. Die Sonne zeigte sich auch immer wieder durch die Löcher in der Wolkendecke.

Bald hatten wir es gesehen und stiegen die Stufen wieder hoch. Wir fuhren weiter bis ins Dorf, wo wir in der alten Post noch ein Käfeli nahmen.

 

Dann fuhren wir zurück Richtung Sydney. Wir wollten den Weg einschlagen, welchen uns die Dame an der Hertz-Autovermietung empfohlen hatte. Navi-Franzi war damit gar nicht einverstanden und wollte uns in den Vororten von Sydney immer wieder von der Autobahn schicken. Wir gehorchten nicht und fuhren weiter zur Abzweigung für den Highway 3. Auch hier wollte Franzi immer wieder eine andere Strasse. Zum Schluss wurde uns klar wieso. Highway 3 ist nicht gerade die schnellste Strasse, Ampel an Ampel… Zudem beobachteten wir, wie der Himmel gegen Süden immer schwärzer wurde…

 

Wir konnten mit der Zeit Sydney doch noch hinter uns lassen. Nach Sutherland gings dann in die Prärie hinaus. Royal National Park heisst diese Prärie genau. Am Parkeingang durften wir noch 11$ hinblättern. Dann schauten wir uns an, was wir anschauen könnten. In Audley kamen wir an einen idyllischen, sehr kleinen Ausläufer des Meeres. Dort parkierten wir unser Wagen und machten Mittagspause. Wir setzten uns am Wasser auf ein Mäuerchen und packten unser Zmittag aus. Da kam plötzlich einer von der Gruppe nebenan und drückte uns zwei Spiessli in die Finger. Dankend nahmen wir die feinen Spiessli an und verspeisten diese.

Wir waren mit unserem Zmittag (Müesli, Jogurt, Brot und Aufschnitt) schon fast fertig, als es plötzlich zu regnen begann. Also packten wir den ganzen Kram zusammen und flüchteten ins trockene Auto. Thömu musste vom idyllischen Plätzchen doch noch ein zwei Fotos machen, dann setzte er sich wieder ans Steuer und fuhr weiter.

Bei der Abzweigung nach Wattamolla machten wir den nächsten Abstecher. Der Regen hat fast wieder aufgehört. Das Auto parkierten wir und gingen zu Fuss um an den Strand in der Bucht zu gelangen. Was gab es da zu sehen? Zu Hinterst ein kleiner Wasserfall, dann eine Sandbank, getrennt vom Wasser des kleinen Wasserfalls. Vorne dann der schöne Sandstrand zum Meer. Alles eingebettet von Fels und vielem Grünzeug. Leider wurde der Regen nun stärker und wir verliessen dieses schöne Plätzchen wieder.

 

Nun kam die Feuertaufe für Karin. Mit einem Puls Nahe am Kollaps, setzte sie sich ans Steuer und fuhr von nun an weiter durch dichte Regenwälder, mit grossen Bäumen, Palmen und Farnen. Der Nächste Abstecher war Garie Beach. Wir dachten, da könnte man evtl. ein Kafi nehmen, nichts war, das war nur eine Jugendherberge mit Kiosk… Es regnete auch da, aber das hielt Thömu nicht davon ab, kurz im Auto den Föteler holen um diesen Beach auf die Speicherkarte zu brennen. Beim Auto angekommen, stieg irgend so ein Asiate aus dem Nachbarauto aus und fluchte ihn an, Karin hätte ihnen unsere Autotür gegen sein Auto geschlagen und sei danach weggelaufen. Am Türgriff seines Autos sah man tatsächlich ganz ein kleines Mikro-Kratzerli. Da ging die andere Türe auch noch kurz auf und seine Frau fluchte etwas aus dem Auto heraus und dann war die Türe wieder zu. Thömu fragte den Schlitzäuger, was wir den jetzt machen wollen, wegen diesem Krätzerchen. Darauf gab es keine Antwort und deshalb lief ihm Thömu davon. Als die Fotos vom Strand und den Klippen gemacht waren, war das Hirni auch schon wieder weg. Ist wohl eine kleine Welt sauer auf uns…

 

Wir stiegen auch wieder ins Auto und fuhren Richtung Park-Ausgang. Die kurvenreiche Fahrt durch den Urwald war ganz schön und auch ein bisschen gespenstisch, da noch Nebelschwaden in den Bäumen hingen. Südlich nach dem Park regnete es fast nicht mehr. Wir hielten unterwegs bei schönen Aussichtspunkten noch an und beschlossen dann bis Shellharbour zu fahren.

 

Dort suchten wir uns ein Hotel. Das erste Motel, dass wir ansteuerten war bereits ausgebucht, wegen irgendeinem Anlass. Wir wurden an das Shellharbour Ressort verwiesen und bekamen da noch ein freies Zimmer.

Wir räumten die Taschen ins Zimmer und stiegen dann ins Auto. Schliesslich wollten wir noch einkaufen, da das Frühstück auch hier nicht inbegriffen ist.

Wir hatten in Erinnerung, dass der nächste Woolworth ziemlich nahe ist, fanden ziemlich nahe aber keinen. Somit mussten wir ziemlich weit Richtung Wollongong fahren, bis wir ein Einkaufszentrum fanden. Dort kauften wir kurz ein und fuhren wieder Richtung Shellharbour.

Unterwegs gingen wir noch zu Sam’s Pizza. Karin bestellte eine Pizza Hawaii und Thömu eine mit Bacon & Egg. Wir warteten fast ewig auf die Pizza… Und wirklich gut war das Ding auch nicht. Fade, fade und nochmals Fade. Da half nicht einmal viel Pfeffer. Janu, satt wurden wir trotzdem.

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