Tag 15: Donnerstag, 14. April 2011 – Wildlife

Veröffentlicht auf von Karin & Thomas

Wiederum ging um 7.30 Uhr der Wecker, wir waren aber schon etwas vorher wach. Das obligate Zimmerfrühstück war lecker und schon bald mussten wir wieder unseren Kram zusammenpacken und ins Auto verladen.

 

Wir fuhren bei schönem Wetter los Richtung Meer, besser gesagt zum Golden Beach. Ausser dem Meeresrauschen, war es ganz still. Wir waren da und ein Fischer hoffte noch auf bissige Fische. Golden Beach liegt am Ninety-Mile-Beach. Eine Schnurgerade Beach-Landschaft.

Unsere Fahrt ging nun diesem Ninety-Mile-Beach entlang durch die Dünenlandschaft bis nach Seaspray. Nach einen Café hielten wir vergebens Ausschau…

 

Nun führte uns Franzi kreuz und quer auf schmalen Strassen durch die Landschaft. Man kann kaum kreuzen, aber darf hier mit 100 Sachen fahren. :-)

In irgendeinem Kaff, wir wissen nicht einmal mehr, wie dies hiess, genehmigten wir uns doch noch einen Kaffee.

 

Dann fuhren wir weiter zum Wilsons Promontory National Park. Am Parkeingang wurden wir aufgeklärt, dass wir wegen eines Hochwassers im März 2011 nicht bis in den Süden des Parkes fahren können. Dort ist die Strasse nicht mehr passierbar. Sie machte uns einen Vorschlag für den Nord-Teil des Parkes. Eine Wanderung auf einen Hügel. Wir fuhren bis zu diesem Ausgangspunkt. Unterwegs sahen wir auch wieder einmal zwei Kängurus, welche faul im Gras lagen. Am Ausgangspunkt entschieden wir uns dann gegen diese Wanderung, da sie relativ lange dauern würde und das Wetter ziemlich aprilmässig war.

Stattdessen fuhren wir Richtung Airstrip. Genau bis dort war die Strasse geöffnet. Auf den Karten wurde versprochen, dort viele Wildtiere zu sehen. Und siehe da, schon kurz vorher grüsste ein Emu vom Strassenrand, später Kängurus und am Airstrip grasten gemütlich Emus und Kängurus.

Wir genossen einen Moment lang das Wildlife und verliessen später die Südspitze des Australischen Festlandes.

 

Wir fuhren durch grüne Hügelzüge weiter Westwärts. Das Wetter war immer noch wie im April. Sonne, Wolken, Regen. Regnen tat es aber äusserst selten. Unterwegs picknickten wir wieder einmal aus unserem Proviant.

Plötzlich standen wir vor einem Schild „Road Closed“. Wir mussten einen Umweg fahren und wussten schon bald, wieso die Strasse geschlossen war. Wir überquerten dann einen Fluss, welcher massiv Hochwasser führte. Scheinbar hatte es hier im Süden in den letzten Tagen massiv geregnet. Immer wieder sahen wir überflutete Landstriche.

Als die Fahrt weiterging, kamen wir schon bald in die Nähe von Phillip Island. Wir hatten schon schöne Ausblicke auf die Küstenlandschaft. Klippen und grüne Wiesen bis kurz davor. So wie man es von Schottland kennt.

Auf der Anfahrt zur Insel eröffneten sich herrliche Blicke auf den Western Port und die Küstenlandschaft. Und genau da konnte man nirgends wo anhalten. Kurzerhand kehrten wir um und fuhren das schöne Stück nochmals zurück. So konnten wir anhalten und mal ein schönes Foto machen. :-)

 

Dann fuhren wir über die Brücke und erreichten Phillip Island. Dort steuerten wir als erstes unser Hotel Comfort Inn Kaloha Resort an, welches wir ja gestern gebucht hatten. Dieses befand sich im Zentrum des grössten Ortes der Insel, Namens Cowes.

 

Einchecken, Zimmer beziehen und dann fuhren wir an den Westzipfel der Insel bis The Nobbies. Kurz vor dem Westzipfel stand doch einfach so ein Känguru am Strassenrand. Wir verlangsamten und das Känguru bewegte sich nicht, dann sah es aus, als ob es im Gestrüpp verschwinden möchte, änderte aber kurzfristig die Meinung und hüpfte uns vor dem Auto durch auf die andere Strassenseite… Gut haben wir das Viech genug früh gesehen.

Bei The Nobbies war in der Abendsonne schon alles mit Touristen überlaufen. Von den Holzstegen aus sah man schon erste Pinguine, welche im Schatten sassen.

Wir fuhren dann wieder zurück und legten am Shelly Beach noch einen Halt ein, wo es ganz schön nett aussah.

 

Nun war es aber schon bald Zeit für die Pinguin-Parade, diese startet um 18.30 Uhr. Man geht ja fast nur wegen dieser Parade auf Philip Island. Wir gingen zum Besucherzentrum. Dort mussten wir mal 21.80$ hinblättern. Dann konnte man sich noch über die Pinguine auf Philip Island informieren. Hier leben die kleinsten Pinguine. Nämlich Zwergpinguine, welche nicht grösser als 33cm werden.

Nun mussten wir auf eine Tribüne, die gegen das Meer gerichtet ist. Dort nahm man Platz und wartete bis es finster wurde.

Wenn es finster wird, kommen nämlich die Pinguine vom Meer zurück zu ihren Nestern. Dies machen sie erst, wenn es finster ist, damit sie nicht von Seeadlern, oder ähnlichem gepackt werden können. Wenn sie am Strand stranden, geht’s zu Fuss zu ihren Nestern. Gewisse Pinguine haben ihre Nester bis zu einem Kilometer vom Meer entfernt, andere haben Meerblick.

 

So wurde es bei uns auch noch um 18.30 Uhr finster. Gebannt schauten wir aufs Meer und plötzlich tauchten die ersten Pinguine am Strand auf. Sie hatten wegen den Wellen etwas Mühe mit stranden, aber nach einer Weile schaffte es doch die ganze Gruppe an Land. Dann wurde kurz ausgeruht und anschliessend sofort ab ins Nest!

Auf der Tribüne war ein riesen Tohuwabohu, kein Wunder, es waren fast nur Schlitzaugen und Familien mit Kindern anwesend. Filmen und Fotos machen durfte man nicht, zum Schutz der Tiere gegen die Blitze. Dies wurde erstaunlich gut eingehalten.

Als die Pinguine vom Strand verschwunden waren, machten auch wir uns auf den Rückweg. Auf dem Rückweg konnte man sozusagen die Pinguine begleiten, wie sie zu ihren Nestern watscheln. Watscheln, warten, strecken, putzen, das dauert… ;-)

Das ganze war extrem touristisch und die vielen Touristen waren wir uns seit Sydney schon gar nicht mehr gewöhnt. Aber die herzigen, watschligen Pinguine waren super! :-)

 

Wir machten uns dann auf den Rückweg und mussten die 12km zu unserem Hotel im Dunkeln fahren, was wegen der vielen Kängurus nicht unbedingt von Vorteil ist. Karin fuhr uns konzentriert und sicher durch die Nacht zum Hotel. Leuchtende Augen sahen wir zum Glück keine…

 

Als erstes kehrten wir im Restaurant des Hotels ein. Wir wussten nicht so recht, was Essen, bestellten uns für einmal wieder Spare-Rips und Wasser. Wasser bekamen wir leider kein Mineralwasser, sondern saugrusiges Hahnenwasser, huss. Da wäre jedes Schwimmbad-Wasser besser gewesen.

Die Spare-Rips waren auch nicht gerade der Hammer. Tramdepot und Appaloosa machen bessere. Besonders die matschigen Pommes und das gummige Gemüse mundete uns gar nicht, aber für 15$ pro Person kann man ja nichts sagen… ;-)

 

Nun war fertig lustig, Blog schreiben und dann gute Nacht!

Werbung
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post
K
<br /> sorry, aber d internetverbindig hiä isch so schnäu wi bi üs vor 10 jahr... äs isch no grad äs paar am ufäladä, aber z zytguäthabä isch itz äbä de o grad dürä. ä stung internet het nid glängt für 30<br /> föteli ufäzladä... :-(<br /> <br /> <br />
Antworten
R
<br /> ...di angere Föteli chame dänk öppe nid zeige... :-)<br /> <br /> <br />
Antworten
B
<br /> Hey zäme was heisst wie im April! Heiter scho mau ufe Kaländer gsichtet! Mir hei APRIL o we dir Herbst heit! Ändlech hets wieder mau neui Fotos gä, o wes nume ganzi elf Stück si! De schribe si geng<br /> vo fötele u fötele! När gits vo paar Täg nume elf Föteli! Luege u liese öppe dä Blog nüme! :-))<br /> <br /> <br />
Antworten